Coronavirus in Italien

Aktuell zusammengetragen aus italienischen Medien und von den Behörden Italiens: Rund um den Coronavirus in Italien: Sperrzonen, Ausbreitung, Entwicklung der Dinge und aktueller Stand, Verhaltensregeln, Maßnahmen der italienischen Regierung und Provinzen, Kartenmaterial und mehr.

Coronavirus-Italien

Coronavirus in Italien

Aktuell zusammengetragen aus italienischen Medien und von den Behörden Italiens: Rund um den Coronavirus in Italien: Sperrzonen, Ausbreitung, Entwicklung der Dinge und aktueller Stand, Verhaltensregeln, Maßnahmen der italienischen Regierung und Provinzen, Kartenmaterial und mehr.

Coronavirus-Italien

Coronavirus in Italien

Aktuell zusammengetragen aus italienischen Medien und von den Behörden Italiens: Rund um den Coronavirus in Italien: Sperrzonen, Ausbreitung, Entwicklung der Dinge und aktueller Stand, Verhaltensregeln, Maßnahmen der italienischen Regierung und Provinzen, Kartenmaterial und mehr.

Coronavirus-Italien

Seit dem 10. März 2020 gelten für ganz Italien verschärfte Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Die verhängte Ausgangssperre und die Schliessung von Unternehmen, Ladengechäften, Friseuren, Museen, Kirchen, Stränden, Bars und Restaurants sowie anderen Einrichtungen mit Publikumsverkehrs sind aufgehoben. Die öffentlichen Verkehrsmittel haben den Betrieb wieder aufgenommen, Flüge sind allerdings derzeit unklar - viele Flughäfen sind noch immer geschlossen. Sardinien und Sizilien hatten sich komplett abgeriegelt. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Italien sinkt weiterhin, inzwischen auf deutlich unter 1.000 neue Fälle pro Tag im ganzen Land. Ab dem 03. Juni will Italien die Grenzen wieder öffnen - für alle europäischen Staaten. Allerdings: Die Reisewarnungen vieler anderer europäischer Staaten bleiben vorerst bestehen und es herrschen nach wie vor strenge Regeln im Umgang mit dem Coronavirus. Ausserdem können einzelne Kommunen oder Regionen abweichende Regelungen festlegen. Während die Durchreise durch Österreich ohne Zwischenstopp erlaubt ist, hebt Österreich aber die Reisewarnungen noch nicht auf. Die Rückkehr zur Reisefreiheit in Deutschland kann ab dem 15. Juni 2020 erwartet werden.

Der Coronavirus - Chronologie einer Pandemie in Italien

Die Viruserkrankung Covid-19 ist in Europa angekommen und es trifft Italien besonders hart. Gegen Ende Februar 2020 treten in Italien verstärkt Fälle von Infektionen, Erkrankungen und Intensivpatienten auf - zunächst nur im Norden des Landes. Die weitere Entwicklung offenbar ein Drama bisher unbekannten Ausmasses: Das Gesundheitssystem bricht zusammen, Italien steht unter Lockdown - das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben kommt praktisch zum erliegen. Die wichtigsten Ereignisse in chronologischer Reihenfolge - mit aktuellen News zum Thema Coronavirus in Italien:

Aktuelle Nachrichten-Ticker und Chronolie zum Thema

+++ Beginn der Krise +++ 23.03.2020
In der zuerst betroffenen norditalienischen Region Lombardei wurden Schulen bis Ende März geschlossen - Teile der Provinz Lodi wurden zur "Zona Rossa" - rote Sperrzone. Dazu gehörten die Kommunen Codogno, Castiglione d’Adda, Casalpusterlengo, Fombio, Maleo, Somaglia, Bertonico, Terranova dei Passerini, Castelgerundo und San Fiorano. Innerhalb dieser Sperrzone ist das öffentliche Leben praktisch zum Erliegen gekommen; das Gebiet ist abgeriegelt. Rund um die rote Zone lag eine gelbe Zone, mit nicht ganz so starken Einschränkungen. Museen und andere öffentliche Einrichtungen in der Lombardei blieben ebenfalls geschlossen. Der berühmte Karneval von Venedig wurde abgesagt. In der Gemeinde Vo bei Padua wurde das öffentliche Leben ebenfalls im ersten Schritt weitestgehend aufgrund einer Sperrzone lahm gelegt.

+++ Update +++ 24.02.2020, 15.13 Uhr
Die meisten Fälle gibt es in der Provinz Lodi in der Lombardei. Die Provinz Lodi liegt zwischen südlich von Mailand beziehungsweise zwischen Mailand, Crema, Cremona und Piacenza. In Mailand greift die Angst vor dem Virus um sich, Hamsterkäufe finden statt. Von 157 bekannten Fällen am Morgen ist die Zahl im Laufe des Tages nun schon auf 215 gestiegen. Die Ausbreitung konzentriert sich auf die Region Lombardei (172 Fälle). Die Flughäfen sind allesamt nach wie vor in Betrieb - es gibt lediglich Überwachungskontrollen.

+++ Update +++ 08.03.2020, 09.00 Uhr
Die Zahlen steigen weiter. 5.883 Infektionen sind bekannt - 233 Personen sind verstorben. 567 Menschen befinden sich in Intensivpflege. Italien ergreift restriktive Maßnahmen. Die gesamte Region Lombardei und zusätzliche 13 Provinzen sind zur Zona Rossa (rote Sperrzone) erklärt worden. Die Provinzen Modena, Parma, Piacenza, Reggio Emilia, Rimini, Pesaro und Urbino, Venedig, Padua, Treviso, Novara, Asti und Alessandria, Verbano-Cusio-Ossola sowie Vercelli sind damit abgeriegelt. Betroffen sind die Regionen Lombardei, Venetien, Emilia-Romagna und Piemont sowie Marken.

+++ Update +++ 09.03.2020, 07.45 Uhr
Neben vielen anderen Problemen in Italien hat die Ausbreitung des Coronavirus auch Auswirkungen auf den Strafvollzug. Die in den Gefängnissen eingeschränkten Gesprächs- und Besuchszeiten haben zu einer Revolte im Gefängnis von Modena geführt. Sechs Tote und 80 Verlegungen sind das traurige Ergebnis des Aufstandes. Zuvor gab es solche Probleme auch schon in Salerno, Foggia und an anderen Orten.

+++ Update +++ 11.03.2020, 22:18 Uhr
Slowenien hat die Grenze zu Italien geschlossen. Die australische Regierung hat beschlossen, Reisen nach Italien zu verbieten. Nach und nach sickern Meldungen durch, dass es sich bei den Patienten auf den Intensivstationen keineswegs nur um alte Menschen handelt. Ein schwerer Verlauf der Erkrankung erfordert eine künstliche Beatmung. Auf Sardinien müssen Flug- und Fährgesellschaften Namenslisten mit den Passagieren der letzten Wochen abgeben - wer seit dem 24ten Februar neu angekommen ist und vor allem in den stark betroffenen Gebieten war, soll auf Sardinien für 2 Wochen in Quarantäne. Der Petersplatz in Rom wurde gesperrt. Die Airline Easyjet hat viele Flüge nach Mailand, Venedig und Verona abgesagt; Ryanair hat bereits am Montag viele Flüge gestrichen. In Dänemark dürfen Flugzeuge aus dem stark betroffenen Gebieten Italiens nicht mehr landen.

+++ Update +++ 15.03.2020, 21:15 Uhr
Die Lombardei ist weiterhin Brennpunkt des Geschehens mit insgesamt 10.043 aktuellen positiven Fällen und 13.373 Fällen, die insgesamt dort bekannt waren. Am stärksten betroffen sind die Provinzen Bergamo, Brescia, Cremona, inzwischen auch Mailand, Lodi und Piacenza in der Emilia-Romagna. Auf Facebook und anderen sozialen Medien kristallisieren sich riesige Gruppen mit hunderttausenden Mitgliedern heraus, die Lustiges, Trauriges über die Opfer und vor allem Musik auf den Balkonen Italiens miteinander teilen.

+++ Update +++ 19.03.2020, 12:00 Uhr
Die beunruhigenden Nachrichten aus Italien reissen nicht ab. In Bergamo ist das Militär mit eine Konvoi von 70 Fahrzeugen eingerückt, da die Kapazitäten der Krematorien erschöpft sind und auch auf dem Friedhof ist kein Platz mehr. Auch in Bozen gibt es militärische Aktionen - soweit bekannt mit Absperrungen von Promenaden und anderen Plätzen.

+++ Update +++ 21.03.2020, 12:00 Uhr
Das traurige Ergebnis eines einzigen Tages: Fast 800 neue Todesfälle. Italien hat inzwischen mehr Tote zu beklagen als China - insgesamt gibt es nun 4.825 Todesfälle, 53.578 bekannte Infektionen, von denen noch 37.860 positiv sind. Als "geheilt" werden 6.072 Fälle eingestuft. Weiterhin sticht die Lombardei mit insgesamt 3.095 Todesfällen hervor. In der Emilia-Romagna sind es 715 - alle anderen Regionen liegen deutlich darunter. Die Provinz Bergamo gehört zu den am stärksten betroffenen Gebieten, aber auch in der Provinz Brescia sind fast die gleichen Fallzahlen erreicht. Beunruhigend ist auch ein relativ starker Anstieg in Mailand auf über 4.000 Fälle.

+++ Update +++ 22.03.2020, 00:15 Uhr
Ministerpräsident Conte kündigt am späten Abend in einer Ansprache noch deutlich härtere Maßnahmen für Italien an. Auch das produzierende Gewerbe muss nun zuhause bleiben. Nur lebensnotwendige Unternehmen aus der produzierenden Industrie wie etwa die Lebensmittelindustrie und Papierhersteller dürfen noch weiter arbeiten. Die Wirtschaft Italiens wird damit noch weiter geschwächt.

+++ Update +++ 27.03.2020, 18:55 Uhr
Italien meldet in den vergangenen 24 Stunden rund 1.000 neue Todesfälle. Die erschreckende Zahl markiert den Höhepunkt der Coronakrise in Italien.

+++ Update +++ 05.04.2020, 08:30 Uhr
Die Zahlen in Italien steigen weiter - aber nicht mehr in ganz so hohem Ausmass wie zuvor. Zum ersten Mal seit Ausbruch ist die Zahl der Intensivpatienten im Land leicht rückläufig - von 4.068 auf 3.994 heute - innerhalb von 24 Stunden. Die Maßnahmen greifen langsam und man sieht ein Licht am Ende des Tunnels. Dennoch ist Italien aber noch lange nicht über den Berg. Mit mehreren tausend neuen Fällen am Tag kann das Gesundheitssystem in den stark betroffenen Regionen die Lage noch immer nicht bewältigen. In einigen Orten werden Tote mit Kühltransportern abgeholt. Insgesamt sind 15.362 Menschen verstorben und 20.996 gelten als "wieder gesund". Die Provinz Mailand ist mit 10.819 Fällen jetzt die Spitze der Tabelle, gefolgt von Bergamo mit 9.588 Fällen und Brescia mit 9.180 Fällen. Aber auch Turin mit 5.772 Fällen ist sowie auch die Provinz Cremona (4.154 Fälle) stark betroffen.

+++ Update +++ 20.04.2020, 10:00 Uhr
Die Anzahl nachgewiesener Neuinfektionen sinkt seit Monatsanfang. Dennoch handelt es sich nach wie vor um etwa 3.000 neue Fälle pro Tag im ganzen Land. Die Gesamtzahl der Verstorbenen umfasst zwischenzeitlich 23.660 Personen, insgesamt sind noch immer 108.257 Fälle positiv. Dem stehen rund 47.000 geheilte Fälle gegenüber. Mailand ist stark betroffen, gefolgt von Brescia, Bergamo und Cremona. Neu in der Liste vieler Fälle ist darüber hinaus Turin. Die Zahl der Todesfälle in Italien pro Tag ist ebenfalls rückläufig, von rund 1.000 pro Tag am 27.03.2020 hin zu etwa 400 bis 600 pro Tag in den vergangenen 2 Wochen. Die Zahl der Patienten in der Intensiversorgung ist von etwa 3.700 auf rund 2.600 gesunken und das italienische Gesundheitssystem wird damit etwas entlastet. Das Land benötigt aber dennoch Zeit, um sich von der Überlastung der Systeme zu erholen. Die USA und Spanien haben seit einigen Tagen mehr Opfer zu verzeichnen als Italien - dennoch bleibt Italien mit an der Spitze der betroffenen Nationen. Die Regierungen beraten darüber hinaus über eine Lockerung der Maßnahmen und einen Fahrplan zu mehr Normalität in Italien.

+++ Update +++ 25.04.2020, 17:30 Uhr
Mit einem großen Maßnahmenpaket 'Cura Italia' bringt Italien finanzielle Erleichterungen auf den Weg: Steuerzahlungen werden ausgesetzt, zahlreiche Steuerboni und -gutschriften werden auf den Weg gebracht - vor allem für die Unternehmen Italiens. Zahlungen von Strom, Wasser und Gas werden ausgesetzt, die Ausgabe von Nahrungsmitteln an Bedürftige wird beschlossen. Einige Maßnahmen zielen vor allem darauf ab, Wohneigentum zu schützen und Vollstreckungsverfahren sowie Pfändungen auszusezten.

+++ Update +++ 16.04.2020, 11:15 Uhr
Italien will die Grenzen ab dem 03. Juni 2020 wieder öffnen und so eine Reise nach Italien ermöglichen. Vorsicht ist aber dennoch geboten: Maskenpflicht, Abstände einhalten, Regeln für Strände und Restaurants, Museen und andere Einrichtungen sind zu berücksichtigen. Zudem bestehen weiterhin Reisewarnungen in Deutschland und auch Österreich und die Schweiz öffnen die Grenze nicht.

+++ Update +++ 28.06.2020, 14:00 Uhr
Der Tourismus in Italien ist wieder angelaufen, allerdings wurden viele Reisen für dieses Jahr bereits abgesagt. Die Zahlen haben sich weiter nach unten und damit positiv entwickelt und bleiben seit einigen Wochen auf gleichbleibend niedrigem Niveau. Die Reisewarnungen für Italien wurden aufgehoben, so dass eine Einreise aus Deutschland inzwischen unproblematisch ist. Die Durchreise durch Österreich und die Schweiz sind möglich, die Grenzen zwischen Österreich und Italien sowie zwischen der Schweiz und Italien sind frei befahrbar.

Unterwegs zu Zeiten des Coronavirus in Italien ab dem 03. Juni 2020

Italien ist seit dem 03. Juni 2020 in die Phase 3 über gegangen und damit ist die Einreise aus europäischen Ländern wieder möglich. In Deutschland werden die Reisewarnungen voraussichtlich zum 15. Juni 2020 aufgehoben. Österreich dagegen hält noch an Reisewarnungen fest. Die Durchreise ist aber dennoch möglich - inklusive kurzem Stopp zum Tanken oder um auf eine Toilette zu gehen. Eine längere Pause in Österreich ist vorerst nicht erlaubt. Bei der Anreise durch die Schweiz wird eine Buchungsbestätigung in Italien benötigt, um zu beweisen, dass es sich nur um eine Durchreise handelt. Wer bis zum 15. Juni trotz Reisewarnung nach Italien fährt, wird bei Problemen vor Ort nicht zurück geholt. Des Weiteren kann es zu versicherungstechnischen Problemen kommen - die Krankenkassen können gegebenenfalls im Notfall die Übernahme von Behandlungskosten verweigern. Auch eventuelle Verdienstausfälle oder Zahlungsansprüche bei erneuten Ausbrüchen in Italien oder falls erneut rote Zonen eingerichtet werden können problematisch werden. Informieren Sie sich gegebenenfalls im Vorfeld bei Ihrer Krankenkasse über die Rahmenbedingungen einer Auslandsreiseversicherung.

Insbesondere nach dem Kontakt mit öffentlichen Einrichtungen sollten Sie vor Ort die Hände mit Desinfektionsmittel desinfizieren und/oder häufig waschen. Als Desinfektionsmittel ist auch Alkohol geeignet, den man in Italien in jedem größeren Supermarkt kaufen kann. Halten Sie in den betroffenen Gebieten nach Möglichkeit Abstand von anderen Menschen, vor allem von Hustenden und Erkrankten - etwa 1,5 Metern bis 2 Sicherheitsabstand sind vollkommen ausreichend. Größere Menschenansammlungen sollte man vermeiden, insbesondere wenn diese mit engem Körperkontakt verbunden sind.

Eine Atemschutzmaske mindert das Risiko, es sollten nach Möglichkeit aber FFP2- oder FFP3-Masken sein. Das Tragen von Masken ist in öffentlichen Einrichtungen mit Publikumsverkehr verpflichtend - das gilt für Hotels, Museen, im Einzelhandel oder auf dem Markt, in öffentlich zugänglichen Büroräumen und auch in Bibliotheken. Experten gehen davon aus, dass es nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus bis zu etwa 2 Wochen dauern kann, bis es zu einem Ausbruch der Krankheit kommt. Bei Friseuren und Kosmetikerinnen oder ählichen Einrichtungen ist das Tragen einer FFP-2-Maske verpflichtend.

Temperaturkontrollen werden für die allermeisten Einrichtungen in Italien empfohlen - eine Körpertemperatur über 37,5 Grad hat zur Folge, dass man nicht eingelassen wird. An Stränden ist ein Mindestabstand zwischen Personen von 1 Meter vorgeschrieben, pro Sonnenschirm müssen in den Bagni 10 QM Platz verfügbar sein und zwischen den Liegen müssen mindestens 1,5 Meter Abstand eingehalten werden. Sonnenliegen müssen nach jeder Benutzung desinfiziert werden. In Schwimmbädern wird maximal eine Person pro 7 qm Wasserfläche zugelassen. Kleidung muss in einer Tasche aufbewahrt werden und vor dem Zutritt ins Schwimmbad ist eine Dusche notwendig. In Museen oder Grabungsstätten müssen die Audiguides durch das Personal desinfiziert werden.

Der Restaurantbesuch ist mit Maske nicht sinnvoll, dementsprechend wurden die Regeln hierfür angepasst. Vor allem das Personal muss Masken tragen. Die Restaurants und Bars müssen Desinfektionsmittel zur Verfügung stellen und es muss ein Mindestabstand von einem Meter gewährleistet sein. Kunden, die nicht am Tisch sitzen, müssen ebenfalls eine Maske tragen. Salzstreuer, Ölkrüge, Speisekarten und andere Gegenstände müssen nach jeder Benutzung vom Personal des Restaurants desinfiziert werden. Buffets sind verboten. Auch wenn die Nutzung von Innenräumen prinzipiell erlaubt wird: Es gibt derzeit Verdachtsmomente, dass sich der Coronavirus relativ lange in der Luft hält und alleine durch Atemluft oder beim Sprechen in die Luft gelangt. Das gilt insbesondere für geschlossene Räume mit vielen Menschen. Aus diesem Grund sind Sie auf jeden Fall in Außenbereichen sicherer als drinnen.

Auch in Supermärkten und anderen Ladengeschäften gilt das Tragen von Masken. Hier sind aber zusätzlich auch Handschuhe vorgeschrieben.

Die Autobahnen sind offen, ohne Störungen. Die Durchreise soll in jedem Fall für Heimreisende in andere Länder weiter gewährleistet und möglich sein, es kann aber zu Kontrollen kommen. Die öffentlichen Verkehrsmittel nehmen den Betrieb wieder auf. Die Verfügbarkeit von Flügen ab dem 03. Juni 2020 ist derzeit ungewiss. Sicher ist aber: Solange Reisewarnungen bestehen, werden seriöse Reiseveranstalter keine Reise nach Italien anbieten.

Für Autofahrer gelten ein paar besondere Regelungen: Im Auto muss der Beifahrersitz frei bleiben. Auf keiner Sitzreihe dürfen mehr als 2 Personen sitzen und wenn im Auto jemand mitfährt, der nicht aus dem eigenen Haushalt kommt, müssen Masken getragen werden. Auf dem Motorrad ist ein Mitfahrer oder eine Mitfahrerin nur dann erlaubt, wenn diese aus dem gleichen Haushalt kommt. Nur in Südtirol gilt diese Regel nicht - allerdings sind dann Masken erforderlich.

Wo informieren?

Quellen der Informationen hier: Verschiedene italienische Medien und offizielle Regierungsseiten zum Thema - hauptsächlich von hier: Gesundheitsministerium. Leider stehen diese Infos aber nur in italienischer Sprache zur Verfügung. Die von den italienischen Behörden angegebene Notfall-Telefonnummer lautet 1500 (Gesundheitsministerium). Die einzelnen Regionen haben zusätzliche Notfall-Nummern eingerichtet.

Italienurlaub absagen wegen des Coronavirus?

Das auswärtige Amt in Deutschland hat weiterhin eine Reisewarnung für ganz Italien ausgesprochen, die mindestens bis zum 14. Juni 2020 gilt. Innerhalb Italiens muss bis zum 02. Juni 2020 mit Kontrollen gerechnet werden, da eine Reise gerechtfertigt sein muss (eine Heimreise ist gerechtfertigt und auch Reisen aus beruflichen Gründen oder die Anreise zum eigenen Haus bzw. zu einem Wohnsitz in Italien). Hierfür sollten Sie ausgefülltes Formular mit sich führen: Zum PDF Formular für notwendige Reisen in Italien. Ein Storno einer Reise hängt darüber hinaus von Stornobedingungen ab. Die Hinweise zur Vermeidung von Infektionen sollten unbedingt beachtet werden. Eine genaue Planung kann derzeit schwer sein, da die geplante Grenzöffnung Italiens von anderen europäischen Staaten vorerst noch nicht unterstützt wird. Beachten Sie deshalb unbedingt die Regelungen bezüglich der Rückreise ins Heimatland.

Auch in Italien besteht - wie überall auf der Welt - jederzeit die Gefahr neuer Ausbrüche. Das Geschehen kann sich also stets ändern und im schlimmsten Fall muss Italien zu strengen Massnahmen zurück kehren. Ähnlich wie in Deutschland, wird die Corona-Reproduktionsrate R dafür massgebend sein. Sobald R grösser als 1 wird (also wenn ein Infizierter mehr als eine Person ansteckt), sind erneute Einschränkungen geplant. Es kann auch erneut zur Einrichtung von Sperrgebieten kommen.

Karte der Sperrzonen: Lombardei, Venetien, Emilia-Romagna, Piemont und Marken

Die im Folgenden gezeigten Sperrzonen wurden zum 08. März festgelegt, aber zwei Tage später wieder aufgehoben, indem ganz Italien zum Krisengebiet erklärt wurde. Hintergrund der Erweiterungen ist vor allem auch das Erreichen verbesserter logistischer Möglichkeiten. Kleine Sperrzonen haben zu lokalen Überlastungen in Krankenhäusern und im Gesundheitssystem insgesamt geführt. Davon sind nicht nur die an COVID-19 Erkrankten betroffen, sondern auch alle anderen, die Medikamente oder eine Notfallversorgung benötigen - also die Mehrheit der Bevölkerung in den betroffenen Regionen.

Sperrzonen-Coronavirus

Sperrzonen (Sperrzone = Zona Rossa) im Detail

Am 08. März wurden zahlreiche Regionen in Norditalien zur Sperrzone erklärt worden. Diese wurden aber durch die erneuten Änderungen aufgehoben - ganz Italien wird nun stark eingeschränkt. In der Lombardei sind am 08. März zunächst sämtliche Provinzen zur Sperrzone erklärt worden. In der Lombardei ware das die Provinzen Bergamo, Brescia, Como, Cremona, Lecco, Lodi, Mailand, Mantua, Monza und Brianza, Pavia, Sondrio und Varese. Das bedeutet ganz konkret, dass vom Gardasee bis zur Grenze nach Österreich ein Ausnahmezustand galt. In Venetien wurden einige Provinzen zur Sperrzone erklärt: Provinz Venedig, Provinz Treviso und Provinz Padua. In der Region Piemont waren die folgenden Provinzen Teil der Sperrzone: Alessandria, Asti, Vercelli, Novara, Verbano-Cusio-Ossola. In der Region Marken war die Provinz Pesaro-Urbino betroffen.

Über die am stärksten betroffenen Regionen

Die Regionen Lombardei, Venetien, Emilia-Romagna und das Piemont sind beliebte Urlaubsregionen in Italien. Die Region Marken ist ebenfalls besuchenswert, der Tourismus dort ist aber deutlich weniger stark augeprägt als in den anderen stark betroffenen Gebieten. Früher oder später wird sich die Situation schliesslich fangen und Italien ist und bleibt ein schönes Land. Allgmeine Informationen über die Regionen finden sich im Folgenden:

Der Sommer kommt - wird nun Alles besser?

Die Meinung hält sich hartnäckig: Mit den wärmeren Temperaturen im Sommer wird die Verbreitung des Coronavirus ausgebremst. Experten äussern sich aber eindeutig: Ein klein wenig helfen wärmere Temperaturen mit. Sie werden das Problem aber nicht lösen. Der Coronavirus muss ernst genommen werden, auch in den kommenden Monaten.

Reaktionen innerhalb Italiens

Bei Bekanntwerden der Sperrzonenerweiterung zu Beginn der Coronakrise durch ein Leak sind Menschen über Bahnhöfe geflüchtet. Offenbar versuchen weiterhin Einige, in Richtung Süden zu entkommen. Die südlich gelegenen Regionen haben zwischenzeitlich angekündigt, Menschen beziehungsweise Flüchte aus den Sperrzonen zu verhaften. Auf Twitter finden sich derweil zahlreiche Posts von Bewohnern der betroffenen Regionen, die zuhause bleiben und sehr viel Zuspruch von ihren Mitbürgern bekommen. Die allermeisten verhalten sich vernünftig.

Das folgende Video auf Twitter zeigt, wie Menschen versuchen bei Bekanntwerden der neuen Sperrzone zu flüchten und zwar mit dem letzten Regionalzug, der Mailand verlassen hat, bevor die Ausweitung der roten Zone in Kraft trat. Sie eilen zum Zug und fragen nach Plätzen im Zug, es gibt aber keine mehr. In den allermeisten Twitterposts und Kommentaren finden die Bewohner der Regionen und Mailands das Verhalten der Flüchtenden "unzivilisiert".

Die aktuellen Zahlen zum Coronavirus in Italien

Die Daten vom 28. Juni 2020: Insgesamt sind nur noch 18.836 Personen positiv (aktuelle, ohne diejenigen, die als wieder gesund gelten). Die Zahl der Infizierten ist damit erheblich weiter gesunken. Verstorben sind in Italien insgesamt 34.716 Personen und 188.584 Personen gelten als geheilt. Die Lage in den einzelnen Regionen stellt sich wie folgt dar:

  • Der Coronavirus in der Lombardei schlägt mit insgesamt 10.992 noch positiven Fällen noch immer am härtesten zu - allerdings ist das weitaus weniger als zur Welle im Frühjahr. Die größte Zahl der Fälle konzentriert sich auf die Provinzen Mailand, Turin, Bergamo und Brescia.
  • In der Region Piemont sind noch 1.503 positive Fälle bekannt, also gibt es auch hier einen sehr starken Rückgang der Erkrankungen und Todesfälle (Insgesamt waren es rund 31.000 bekannte Erkrankungen mit Covid-19.

  • In der Emilia-Romagna gibt es insgesamt noch rund 1.024 Fälle - vor etwa 1,5 Monaten waren es noch 6mal so viele. Der Coronavirus in Venetien ist derzeit kaum noch der Rede wert: Es sind etwa 482 noch bekannte Fälle.
  • Die Situation rund um den Coronavirus am Gardasee ist ebenfalls nicht mehr sonderlich angespannt. Der Gardasee umfasst mehrere Regionen: Die Lombardei, Venetien und Trentino im Norden. Die Provinz Verona liegt am Gardasee in Venetien, hier sind die Fallzahlen aber stark gesunken, nachdem sie bedenklich hoch waren. Problematisch ist vor allem aber die Provinz Brescia, die in der Lombardei an den Gardasee grenzt (auf der Westseite des Sees). Am nördlichen Gardasee in der Provinz Trentino (Trient) sind weniger Fälle registriert, aber die Nähe zu stark betroffenen Gebieten ist und bleibt ein Risiko. Eine Reise zum Gardasee kann man unternehmen, die Regeln und Schutzmaßnahmen sollten aber eingehalten werden (Infos über den Gardasee.
  • Der Coronavirus ist in der Region Marken nie so stark verbreitet gewesen wie in den anderen Regionen. Hier sind insgesamt derzeit nur noch 357 Fälle bekannt. In der Region Marken konzentriert sich das Geschehen stark auf Ancona. Die Ausbreitung des Coronavirus in der Toskana ist mit noch etwa 318 aktuellen bekannten Fällen inzwischen sehr übersichtlich. Vor allem die Provinz Florenz war hier am stärksten betroffen.
  • Die Region Latium (mit der Hauptstadt Rom) weist derzeit rund 800 Infizierte auf, auch das ist eine enorme Verbesserung. Eine Konzentration lässt sich in Rom feststellen. Die Region Kampanien kam insgesamt glimpflich davon - inzwischen sind nur noch 163 Fälle bekannt.
  • Der Coronavirus in Ligurien ist mit rund 268 bekannten Fällen inzwischen auf ein Zehntel der Werte vor etwa 1,5 bis 2 Monaten gesunken - hier ist allerdings zu berücksichtigen, dass es sich um eine Region mit kleiner Fläche handelt. Der Coronavirus in Sizilien hat mit 130 Fällen derzeit kaum eine Relevanz. Es ist aber zu berücksichtigen, dass es jederzeit zu neuen Ausbrüchen kommen kann.
  • Friaul-Julisch Venetien hat nur noch 42 Fälle mit Schwerpunkt in den Provinzen Triest und Udine. Der Coronavirus in Apulien macht sich mit nur noch 147 Fällen bemerkbar. Die Region Abruzzen weist noch 337 aktuelle Fälle auf.
  • Die Regionen Basilikata, Trentino, Molise, Kalabrien, Aostatal, Sardinien, Umbrien, Friaul-Julisch Venetien und auch Südtirol haben nach aktuellem Stand weniger als 100 bekannte Fälle. Für Sardinien gelten bei der Einreise ein paar Formalitäten, die unbedingt berücksichtigt werden müssen: Mehr auf Sardinien Inside.