Molise

Die Molise in Italien gilt es zu entdecken: Abseits allzu ausgetretener Pfade findet sich hier ein wunderbares Reiseziel abseits des Massentourismus. Die Berge des Apennin, die Strände der Adria, Hügelland, hübsche Dörfer, Überreste aus der Antike und Geschichte sowie eine tolle Natur - das macht im Wesentlichen die Molise aus.

Molise-Trabucco-Fischerhuette

Molise

Die Molise in Italien gilt es zu entdecken: Abseits allzu ausgetretener Pfade findet sich hier ein wunderbares Reiseziel abseits des Massentourismus. Die Berge des Apennin, die Strände der Adria, Hügelland, hübsche Dörfer, Überreste aus der Antike und Geschichte sowie eine tolle Natur - das macht im Wesentlichen die Molise aus.

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Molise

Die Molise in Italien gilt es zu entdecken: Abseits allzu ausgetretener Pfade findet sich hier ein wunderbares Reiseziel abseits des Massentourismus. Die Berge des Apennin, die Strände der Adria, Hügelland, hübsche Dörfer, Überreste aus der Antike und Geschichte sowie eine tolle Natur - das macht im Wesentlichen die Molise aus.

Molise-Trabucco-Fischerhuette

Die kleine Region Molise zieht sich vom Mittelmeer bzw. Adriatischen Meer bis zu den Bergen des Apennin. Die Molise liegt in direkter Nachbarschaft zu Apulien im Süden, Marken im Norden und dem Latium im Westen. Touristisch gesehen ist die Molise ein kleines Juwel, das es erst noch zu entdecken gilt. Die allermeisten Besucher Italiens kennen nicht einmal den Namen dieser Region, obwohl sie viel hergibt. Gut ist das für diejenigen, die ein alternatives Reiseziel abseits der ausgetretenen Pfade in Italien suchen. Allzu große pulsierende Städte und barocken Prunk hat die Molise nicht. Dafür punktet sie aber mit bildschönen Dörfern und hügeligen Landschaften, mit Grabungsstätten, mit dem Nationalpark Abruzzen-Latium-Molise und den Bergen des Nationalparks, mit Skigebieten im Landesinneren, Bergseen, herrlich blauen Stränden an der Küste, viel Natur und Authentizität. Die Molise besteht aus den zwei Provinzen Campobasso und Isernia. Die Hauptstadt der Molise ist Campobasso. An der Küste finden sich kleine Ortschaften - nur Termoli ist eine etwas größere Stadt, die eine Hauptrolle entlang der Strände der Molise sowie auch im Tourismus spielt.

Steckbrief Molise

  • Hauptstadt: Campobasso
  • Fläche und Einwohner: 4.437,65 km², rund 309.000 Einwohner.
  • Landschaft: Berge des Apennin im Landesinneren mit bis zu 2.050 Metern Höhe (Alto Molise), Hügelland zwischen dem Apennin und der Küste (Basso Molise), flache und sanft hügelige Küstenregion.
  • Sprache: Italienisch.
  • Provinzen: Campobasso, Isernia.
  • Gebirge: Apennin (genauer: Mittlerer Apennin).
  • Flüsse: Verrino, Sangro, Trigno, Biferno, Fortore, Volturno, Rio San Bartolomeo, Sorgente Capo Volturno.
  • Seen: Lago di Castel San Vincenzo, Lago di Carpinone, Lago della Montagna Spaccata, Lagi di Guardialfiera, Lago Matese, Lago di Acchito, Lago del Cervaro, Lago di Barrea, Lago Selva, Lago di Letino, Lago di Occhito.
  • Sehenswerte Städte: Campobasso, Termoli, Larino, Venafro.
  • Die schönsten Dörfer: Fornelli, Frosolone, Oratino, Sepino, Castellino del Biferno, Tufara, Pesche, Bagnolo del Trigno, Castelpetroso, Palata, Ripalimosani, Agnone, Pietrabbondante, Pescopennataro, Vastogirardi, Venafro, Riccia, Oratino.
  • Küste: Mittelmeer mit dem Adriatischen Meer, Küsten- bzw. Badeorte Petacciato Marina, Litorale Nord, Campomarino sowie Termoli direkt an der Küste.
  • Naturerlebnisse, Kinder und mehr: Nationalpark Abruzzen-Latium-Molise, Naturschutzgebiete Riserva Naturale Statale Montedimezzo, Riserva della Biosfera Alto Molise, Riserva Naturale di Collemeluccio, Riserva Naturale Orientata Pesche, Riserva naturale Torrente Callora, Oasi di Bosco Casale, Oasi naturale di Guardiaregia, Parco dei Tratturi del Molise und weitere, Benediktinerkloster San Vincenzo al Volturno, Castello Monforte, Wintersportorte Campitello Matese und Capracotta, ärchologische Grabungen von Pietrabbondante und Sepino mit römischer Siedlung, Tratturi (historische Wege), Trabocchi (historische Pfahlbauten an der Küste), Abenteuerpark Parco Avventura Prato Gentile und mehr.

Basso Molise - Küste und Hügelland

Nur etwa 35 Küstenkilometer kann die kleine Provinz Molise vorweisen. Diese Küste ist aber anders, als in anderen Regionen Italiens: Hier steht eine Reise stets im Zeichen der Natur und das gilt eben auch entlang der Strände der Molise. Der Küstenabschnitt hier nennt sich Costa Molisana und gehört zum adriatischen Meer. Viele schöne Strände mit herrlich blauem Wasser erwarten einem - zumeist Sandstrände.

In der Mitte der Molise direkt an der Küste liegt das Städtchen Termoli. Gut ausgestattete Strände mit Sonnenschirmen, Liegen und sportlichen Angeboten sowie eine ausgezeichnete Wasserqualität findet sich direkt bei Termoli, beispielsweise am Strand Rio Vivo. Termoli gehört mit zu den schönsten Otschaften in Italien. Auf einem Felsvorsprung direkt am Meer findet sich eine pittoreske Altstadt mit romanischem Dom San Basso aus dem 12ten Jahrhundert, dem Castello Svevo und dem Hafen, von dem auch Boote zu den Tremiti-Inseln ablegen. Die Tremiti-Inseln sind ein Naturparadies und vor allem für Taucher gut geeignet. Die Altstadt von Termoli wird übrigens auch Borgo Vecchio oder Borgo Antico genannt. Rund um Termoli lässt sich auch eine Besonderheit der gesamten Küste hier bewundern: Die Trabucci. Ein Trabucco, das ist ein traditionelles Fischerhaus, das auf Pfählen im Wasser steht und über einen Steg erreichbar ist. An den Stränden rund um Termoli ist die Infrastruktur gut ausgebaut. Es finden sich Hotels, Wassersport jeder Art, Restaurants und vieles mehr.

Der Ort Campomarino gehört ebenfalls zu den Zentren an der Küste der Molise. Klares Wasser, Strände, Wassersport, Hotels, Sportmöglichkeiten und auch Restaurants oder Diskotheken finden sich hier. Der Ort Campomarino liegt am der Mündung des Flusses Biferno nahe des Gebietes Bosco del Ramitello. Hier kommt einer der bekanntesten Weine der Region her: Vom Weingut Di Majo Norante (Via Vino Ramitello, 6, 86042 Campomarino). Auch Litorale Nord ist ein Badeort mit Stränden und allem was zu einem tollen Strandurlaub gehört - eine grössere Ortschaft gibt es hier aber nicht. Auch Petacciato und Marina di Petacciato gehören zu den Orten an der Adriaküste der Molise. Bis nach Marina di Montenero beziehungsweise Montenero di Basaccia (an der Mündung des Flusses Trigno) findet sich entlang der Küste der Molise praktisch ein Strand neben dem Anderen.

Die Landschaft hinter der Küste der Molise ist zunächst flach und geht dann in ein Hügelland über. Hier finden sich wunderbare Landschaften zum Spazieren gehen oder Rad fahren oder um die gastronomischen Highlights der Region zu geniessen. Ein Ausflug lohnt beispielsweise nach Larino, das mit einer Kirche aus dem Jahr 1319 aufwarten kann sowie einem römischen Amphitheater aus den Jahren 80 bis 150 n. Chr. Ausserdem gibt es hier eine antike Nekropole, die etwa aus dem Jahr 800 bis 600 vor Christus stammt. Gar nicht weit entfernt findet sich das romantische und historische Dörfchen Guardialfiera mit dem gleichnamigen Stausee Lago di Guardialfiera - umgeben von Feldern, Olivenhainen und Wäldern. In Roccavivara findet sich ein kleines Juwel der Architekturgeschichte: Die Kirche Santa Maria del Canneto aus der Mitte des 12ten Jahrhunderts. Auch Aquaviva Collecroce hat einen historischen Ortskern und einige Sehenswürdigkeiten.

Molise Centrale und Alto Molise

Landesinneres und Berge des Apennin

Je weiter man ins Landesinnere der Molise vordringt, desto pittoresker werden die Dörfer und Städtchen und die Hügel gehen langsam in Berge über. Ein Schmuckstückchen der Molise findet sich im Ort Trivento. Der Ort ist wenig bekannt und daher auch nicht von Touristenmassen überlaufen. Viele Treppen prägen das Bild der Ortschaft - die längste der Treppen hat 365 Stufen - für jeden Tag des Jahres Eine. Oben angelangt kann man vom mittelalterliche Dörfchen aus in die Landschaft der Molise blicken. Die Kathedrale in Trivento stammt aus dem 11ten Jahrhundert ist auch überaus sehenswert. Die Landschaft rund um die Ortschaft ist von Eichenwäldern und spektakulären Felsformationen geprägt. Steinpilze und Trüffel sind hier ausserdem zuhause.

Auch Frosolone liegt im Vorgebirge in schöner Landschaft und bietet eine schöne Altstadt. Rundum kann man Wandern, Reiten oder mit dem Mountainbike die Gegend erkunden - z.B. beim Colle dell'Orso. Das mittelalterliche Campobasso im Gebiet Valle del Volturno - Hauptstadt der Provinz - gehört ebenfalls auf die Liste der sehenswerten Orte in der Molise; ebenso wie das Schloss Castello di Civitacampomarano oder das Castello d'Evoli di Castropignano. Ein Highlight der Molise findet sich darüber hinaus im Santuario dell'Addolorata in der Gemeinde Castelpetroso, das in den Jahren 1890 bis 1950 erbaut wurde. Das bombastische Bauwerk ist durchaus umstritten - Kitsch meinen die Einen, Schönheit sehen die Anderen. Richtig historisch ist es aber nicht; in der Molise warten wesentlich ältere und bedeutendere Bauwerke auf Besucher.

An der Grenze zu Kampanien liegt der Parco Regionale del Matese. Vor der Bergkulisse, die bis auf etwa 2.000 Meter hinauf reicht finden sich grüne Hochebenen, Wälder und kleine Dörfchen sowie archäologische Stätten. Erwähnenswert ist vor allem die WWF-Oase Guardiaregia mit dem Wasserfall San Nicola und uralten Buchen. Ebenen mit weiten Blicken finden sich in Campitello di Sepino oder Campitello Matese sowie Campitello die Roccamandolfi. In Sepino liegt darüber hinaus die Grabungsstätte Area Archeologica di Saepinum mit den Überresten einer römischen Siedlung. Campitello Matese bietet auch Skipisten und Wintersportmöglichkeiten. Ein Besuch in Bojano sollte in dieser Region nicht fehlen. Die Ortschaft liegt zu Füßen des Monte Miletto, die Kathedrale in Bojano stammt aus dem 11ten Jahrhundert (Cattedrale di San Bartolomeo), von den Ruinen einer alten Burg überblick man die ganze Landschaft und eine Kirche aus dem 9ten Jahrhundert krönt die Gegend um Bojano. Das historische Dörfchen Civita Bojano ist fast eine Geisterstadt, von ungewöhnlicher Schönheit und lässt alte Zeiten vor dem geistigen Auge wieder auferstehen. Auch Roccamandolfi ist ein sehenswertes mittelalterliches Dörfchen in der Gegend; mit langer Hängebrücke und Castello di Roccamandolfi sowie der Kirche Chiesa di Giacomo Maggiore und mehr.

Die Region Valle del Fortore punktet mit schöner Hügellandschaft. Kleine Ortschaften wie Jelsi, Riccia, das Castello di Gambatesa oder die Burg von Tufara bieten sich für eine Entdeckungs- oder Wandertour an. Rund um Isernia finden sich die Höhenlagen der Molise - genannt Alto Molise. Die Region ist ein wahrer Schatz, bekannt für Wintersport, eine reiche Geschichte und das Kunsthandwerk der Region (mehr dazu findet sich auf der Seite rund um Märkte in der Molise. Das historische Ortszentrum von Agnone ist sehenswert, die Grabungen Area Archeologica Pietrabbondante ermöglicht eine Zeitreise in die Antike und das Mittelalter ersteht im Schloss Alessandro di Pescolanciano wieder auf. Bei Capracotta wird der Wintersport und Skisport ganz groß geschrieben und hier finden sich auch Wanderwege und ein Garten mit typischer Apenninflora (Giardino della Flora Appenninica). Im Naturschutzgebiet Riserva Monte di Mezzo in Pescolanciano kann man zu Fuß oder mit dem Fahrrad Abstand von Hektik und Stress finden - inmitten der Natur der Berge. Am See Lago di Castel San Vincenzo in der Provinz Isernia finden sich schöne Wander- und Spazierwege in ruhiger Umgebung.

Turm-Pietracupa-bei-Campobasso

Die Schätze der Molise finden sich vor allem im Landesinneren wie hier in der Nähe von Campobasso.

Strand-Stadt-Termoli

Nur 35 Kilometer an der Küste hat die Molise. Das machen die Strände hier aber mit ihrer Schönheit leicht wett.

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Überblick Italien: Italien
Reisethema Märkte: Märkte Molise
Reisezeit Molise: Klima Molise
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Wohin in Italien: Reiseziele Italien

Für die Reise

Unterkunft: Agriturismo Molise
Tipps und Adressen: Camping in Italien
Hinkommen: Flughäfen Italien

Gut zu Wissen

In der Nachbarschaft: Apulien
In der Nachbarschaft: Abruzzen
In der Nachbarschaft: Latium