Pisa

Die Stadt und Provinz Pisa in der Toskana: Umgebung, Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten und mehr. Mit übersichtlichen Karten für den schnellen Überblick.

Pisa

Pisa

Die Stadt und Provinz Pisa in der Toskana: Umgebung, Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten und mehr. Mit übersichtlichen Karten für den schnellen Überblick.

Pisa

Pisa

Die Stadt und Provinz Pisa in der Toskana: Umgebung, Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten und mehr. Mit übersichtlichen Karten für den schnellen Überblick.

Pisa

Die Stadt Pisa gehört mit dem berühmten schiefen Turm wohl zu den bekanntesten Städten in Italien. Sie liegt in der Region Toskana und ist von der Provinz Pisa umgeben - auch das Meer liegt gar nicht weit entfernt von der Stadt am Fluss Arno. Pisa hat allerdings mehr zu bieten als nur den schiefen Turm zu Pisa. Strategisch gut gelegen war Pisa einst eine der bedeutendsten Städte im Mittelmeerraum und sowohl ein kulturelles als auch ein wissenschaftliches Juwel - einst lehrte hier auch Galileo Galilei. Ein Dom, Baptisterium, Palazzi, die lebendige Altstadt und die Uferpromenaden am Fluss, Gärten, der Monumentalfriedhof Campo Santo und die Nähe zur Küste sowie zahlreiche interessante umgebende Orte mit der Hügellandschaft der Toskana, Lavendelfeldern, schönen Dörfern und weiteren Anziehungspunkten machen Pisa äusserst attraktiv für eine Reise. Die Stadt ist darüber hinaus ein Magnet des internationalen Tourismus - vor allem rund um den schiefen Turm ist während der Hauptsaison viel los. Wer es etwas ruhiger mag, sollte außerhalb der Hauptsaison nach Pisa reisen.

Steckbrief Pisa

  • Name: Pisa.
  • Lage und Umgebung: Region Toskana in Mittelitalien, nahe der Mündung des Flusses Arno in das Mittelmeer in einer flachen Ebene namens Valdarno Inferiore.
  • Einwohner Pisa und Fläche: Pisa hat eine Fläche von 185,18 km2 und rund 89.000 Einwohner.
  • Vorwahl und Postleitzahl Pisa: Pisa hat die Vorwahl 050 und die Postleitzahl 56100 sowie 56121 bis 56128.
  • Diese Ortschaften gehören mit zur Stadt Pisa: Die Stadt Pisa, Pisa Marina (ein Badeort an der Küste), Calambrone, Coltano, San Piero a Grado-La Vettola, San Rossore, Tirrenia (an der Küste).
  • Sehenswürdigkeiten Pisa: Die Stadt Pisa hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten. Der schiefe Turm ist dabei nur die Bekannteste. Der Monumentalfriedhof Camposanto, der Dom zu Pisa, die alte Stadtmauer mit historischen Stadttoren, das Ufer des Flusses Arno, zahlreiche Palazzi und Museen, das Baptisterium von San Giovanni, die Altstadt in Pisa, die Kirche San Paolo a Ripa d'Arno, der botanische Garten, römische Bäder (Nerobäder) und vieles mehr erwartet Besucher der Stadt. Für eine Entdeckungstour sollte man sich mindestens einen ganzen Tag Zeit nehmen, aber Pisa bietet genug Zerstreuung und Möglichkeiten für einen mehrtägigen Aufenthalt. In der umgebenden Provinz Pisa finden sich zudem weitere attraktive Städte und Ortschaften - auch an der Küste des thyrrenischen Meeres.

Pisa-in-Italien

Wo liegt Pisa?

Pisa liegt in Mittelitalien in der Region Toskana. Die Stadt liegt nahe der Mündung des Flusses Arno in das Mittelmeer in einer flachen Ebene namens Valdarno Inferiore. Im Norden wird die Ebene von den Monti Pisani begrenzt. Südlich der Ebene geht die Landschaft in die typisch toskanische Hügellandschaft über. Pisa ist zudem die Hauptstadt der gleichnamigen Region Pisa. Lucca, Livorno, Massa und Empoli liegen nicht weit von Pisa entfernt.

Pisa-Karte

Geschichte Pisa

Die Ursprünge von Pisa sind immer noch umstritten. Es gibt mehrere Theorien über seine Gründung. Eine Theorie besagt, dass die Stadt von Pelops gegründet wurde, der Pisa vor dem Trojanischen Krieg regierte. Eine andere Theorie besagt, dass die Stadt um 600 v. Chr. von den Etruskern gegründet wurde. Noch eine andere Theorie besagt, dass die Stadt älter ist als Rom selbst. Sicher ist aber, dass Pisa im Jahr 180 v. Chr. zur römischen Kolonie wurde und unter dem Konsulat von Julius Cäsar den Status der Kolonie Julia Obsequens erhielt.

Pisa war im frühen Mittelalter einer der wichtigsten Häfen an der tyrrhenischen Küste. Seine Seestreitkräfte trugen dazu bei, die Küste vor Angriffen durch Piraten zu schützen und Pisa wurde immer mehr zu einer bedeutenden Seemacht. Die Pisaner waren im Mittelalter infolge dessen eine der mächtigsten Städte Europas. Sie konnten ihr Territorium erweitern, indem sie Gebiete in Italien, Frankreich, Spanien und Afrika eroberten. Mit stattlichen 120 Schiffen versorgte die pisanische Flotte etwa ab dem Jahr 1099 die Kreuzzüge. Es folgte eine weitere Expansion Pisas, auch am schwarzen Meer entlang der Handelsrouten in Richtung Fernost. Rivalitäten entstanden vor allem mit Genua, aber auch Venedig wurde als Rivale betrachtet.

Die Stadt wurde von den Visconti regiert, bis sie von Florenz übernommen wurde - durch einen Verkauf Pisas durch die Visconti an Florenz. Es wurde dann bis 1737 von den Medici regiert, als es Teil des Großherzogtums Toskana wurde. Ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erlangte Pisa mit den öffentlichen Bauten von Cosimo I. de' Medici und Ferdinando I. de' Medici seinen Glanz zurück. So wurden das Medici-Aquädukt, der botanische Garten und die städtebauliche Neugestaltung der Piazza dei Cavalieri und der Piazza delle Vettovaglie gebaut, die Stadtmauern wurden durch Restaurierungen und Neubauten verstärkt.

Zu Zeiten Napoleons wurden zahlreiche Kunstwerke aus Pisa nach Frankreich verschafft. Einige davon lassen sich heute im Louvre in Paris bewundern. Es folgte der erste Weltkrieg, der Faschismus in Italien und schließlich der zweite Weltkrieg. Während des zweiten Weltkriegs nahm Pisa erheblichen Schaden. Am 31. August 1943 wurde die Stadt von den Amerikanern so stark bombardiert, dass etwa ein Viertel des Stadtgebiets beschädigt oder zerstört wurde. Auch der Camposanto monumentale (Monumentalfriedhof Pisa) und viele andere Gebäude wurden stark in Mitleidenschaft gezogen, genauso wie andere bedeutende historische Bauwerke. Glücklicherweise konnten aber viele transportable Kunstwerke gerettet werden.




Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten in Pisa

Pisa-Uferpromenade-bei-Nacht

Altstadt Pisa.

Bars, Cafés,  Ladengeschäfte und auch Märkte entdeckt man entlang des Borgo Stretto in dem man unter mittelalterlichen Arkaden flanieren kann. Die romanisch-gotische Kirche San Michele in Borgo, das Casino dei Nobili aus dem achtzehnten Jahrhundert und die römischen Bäder, die Bagni di Nerone (Nerobäder), Türme, enge Gassen und schöne Plätze entdeckt man hier in einer historischen Atmosphäre. Der schiefe Turm, der Dom zu Pisa, der Camposanto (Monumentalfriedhof), der botanische Garten, der Palazzo Carovana, Renaissance an der Piazza dei Cavalieri, das Ufer des Flusses Arno, der Palazzo della Sapienza, der Palazzo Reale mit Museum sowie zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten liegen in fußläufiger Nähe des Borgo Stretto, so dass man die Stadt hier innerhalb eines Tages erkunden kann. In Pisa kann man aber auch mehrere Tage verbringen. Das Herz der Stadt schlägt zudem entlang der Uferpromenaden am Fluss Arno wie dem Lungarno Pacinotti, dem Lungarno Galilei und dem Lungarno Mediceo, die am Abend für den Verkehr gesperrt werden und Dreh- und Angelpunkt des nächtlichen Lebens in Pisa sind.

Pisa-Dom-oder-Kathedrale-Innenraum

Kathedrale Pisa.

Die Kathedrale von Pisa ist ein zentrales Bauwerk an der Piazza del Duomo in Pisa. Sie wurde im 11. Jahrhundert erbaut und 1155 fertiggestellt. Es wurde vom Architekten Bartolomeo di Buonaventura entworfen und gebaut. Das Gebäude vereint verschiedene Stile: Klassisch, Lombardisch-Emilianisch, Byzantinisch und vor allem Muslim, was den internationalen Handel der Pisaner Kaufleute zu dieser Zeit widerspiegelt. Ende des 11. Jahrhunderts wurde die Kathedrale unter der Leitung des Architekten Rainaldo erweitert. Das heutige Erscheinungsbild des Gebäudes ist das Ergebnis mehrerer Restaurierungsaktionen zu unterschiedlichen Zeiten. Außerdem beherbergte die Kathedrale Benozzo Gozzis "Thomas von Aquin unter den Kirchenlehrern", der während der französischen Besatzung und napoleonischen Diebstähle gestohlen wurde. Heute beherbergt die Kathedrale das Museo del Duomo mit vielen wertvollen Kunstwerken.

Pisa-Schiefer-Turm

Schiefer Turm in Pisa.

Der Schiefe Turm von Pisa ist weltberühmt und im italienischen heißt er Torre Pendente. Bei dem Turm handelt es sich um den Glockenturm der Kathedrale Santa Maria Assunta auf der berühmten Piazza del Duomo. Es handelt sich um einen freistehenden Glockenturm mit einer Höhe von 57 Metern der über einen Zeitraum von zwei Jahrhunderten, zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert erbaut wurde. Mit Arkaden geschmückt wird der Turm von sechs Stockwerken mit Loggien dominiert. Die Neigung von 3,97 Grad des Turms ist auf eine Senkung des Untergrunds zurückzuführen, die in der Anfangsphase des Baus auftrat. Kann man den schiefen Turm in Pisa besteigen? Ja, das ist nach einer langen Sperrung und Restaurierung in den 1990er Jahren wieder möglich. Und keine Sorge, der Turm ist nicht einsturzgefährdet und fällt auch nicht um. In der Hauptsaison ist er in der Zeit zwischen 9.00 und 20.00 Uhr geöffnet, sonst zwischen 10.00 und 18.00 Uhr. Erbaut wurde der Turm übrigens zwischen 1153 und 1173 und von Arnolfo di Cambio entworfen, um den Sieg über die Sarazenen in der Schlacht von Meloria zu feiern. Der Turmbau wurde von den Bürgern Pisas selbst finanziert, die ihr Eigentum dafür stifteten.

Campo-Santo-Pisa

Monumentalfriedhof Campo Santo.

Der Monumentalfriedhof Campo Santo liegt ebenfalls am Platz Piazza dei Miracoli. Es handelt sich um einen Friedhof in Form eines Klosters mit irdenen Gräbern. Die Erde im Innenhof ist eine Reliquie, nämlich Erde vom Berg Golgatha im Heiligen Land, die von den Pisanern nach dem Vierten Kreuzzug mit mehreren Schiffen transportiert wurde, daher der Name "campo" (Grundstück) "santo" (heilig). Kein anderer Friedhof in Italien ist so eindrucksvoll wie dieser. Eröffnet wurde er im Jahr 1278 - der ursprüngliche Baumeister war Giovanni di Simone. Es sollten viele weitere große Namen folgen; etwa Fresken von  Buonamico Buffalmacco und Francesco Traini und vielen weiteren großen Künstlern. Auf dem Monumentalfriedhof wurden bedeutende Persönlichkeiten der Stadt begraben. Dabei wurden auch römische Sarkophage "recycled" und wieder verwendet. Im Verlauf des 16. Jahrhunderts entwickelte sich der Friedhof immer weiter zu einem Museum mit römischen Inschriften an den Wänden und andere wertvollen Zeugnisse der Stadtgeschichte. Die filigrane Architektur des Campo Santo (auch: Camposanto) war gemessen an der Zeit der Erbauung einzigartig. Auch Leonardo da Vinci ist hier begraben.

Pisa-Kirche-San-Frediano

Kirchen San Francesco und San Paolo.

Die Kirche San Francesco in Pisa wurde von Giovanni di Simone entworfen und nach 1276 erbaut. Sie hat drei Schiffe und der Glockenturm und der Kreuzgang sind von großer Bedeutung. Es beherbergt bedeutsame Werke von Giotto, Jacopo di Simone, Taddeo di Bartolo, Sandro Botticelli und anderen. Bis zum Jahr 1810 beherbergte die Kirche auch Werke von Cimabue und Giotto, die beide heute im Louvre in Paris zu sehen sind. Ein wahrhaftes Meisterwerk ist auch die um 952 erbaute Kirche San Paolo a Ripa d'Arno im Südwesten der Stadt Pisa. Sie wurde Mitte des 12. Jahrhunderts im Stil der pisanischen Romanik vergrößert. Die Fassade wurde im 14. Jahrhundert von Giovanni Pisano fertiggestellt. Auch das Innere der Kirche ist von großem kunsthistorischem Wert mit Freseken von Buonamico Buffalmacco und Turino Vanni. An die Kirche schließt sich die romanische Kapelle St. Agatha an, ein acksteinbau aus dem 12. Jahrhundert mit einem außergewöhnlichen Pyramidendach. Die Kirche San Frediano wurde erstmals 1061 erwähnt und sie beherbergt ein Kruzifix aus dem 12. Die Fresken wurden größtenteils im 16. Jahrhundert restauriert, mit Werken von Domenico Passignano, Aurelio Lomi und Rutilio Manetti. Heute dient sie als Universitätskirche.

Pisa-Baptisterium-San-Giovanni

Baptisterium San Giovanni in Pisa.

Das 1115 fertiggestellte Baptisterium von San Giovanni ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele mittelalterlicher Kunst in Italien und auch dieses eindrucksvolle Bauwerk liegt entlang der Piazzo Duomo / Piazza dei Miracoli. Das Gebäude war ursprünglich San Giovanni Battista geweiht, wurde aber später in ein Baptisterium umgewandelt. Das Baptisterium von San Giovanni findet sich neben dem Dom und es stammt  aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts. Seine Fassade wartet mit einigen der schönsten Fresken der Stadt auf.

Pisa-Kirche-della-Spina

Weitere kirchliche Bauwerke in Pisa.

Weitere bedeutende Kirchenbauwerke finden sich der Kirche San Nicola, der Kirche San Silvestro sowie die Kirche San Paolo all'Orto. Der hebräische Friedhof und auch die Kirche San Giovanni de' Fieri gehören zu den weiteren Sehenswürdigkeiten in Pisa. Die Kirche Santa Maria della Spina gilt allgemein als eines der größten Meisterwerke der italienischen Gotik. Kostbar steht sie nur wenige Schritte vom südlichen Ende der Brücke Ponte Solferinos entfernt. Sie wird in ihrer heutigen Form Lupo di Francesco (1325) zugeschrieben. Man entdeckt das Meisterwerk bei einem Spaziergang entlang der Uferpromenaden in Pisa.

Pisa-botanischer-Garten

Palazzo Reale und botanischer Garten.

Der Palazzo Reale wurde im Jahr 1583 von Bernardo Buontalenti für Francesco I. de' Medici erbaut. Zum Palazzo Reale gehört auch der antike Wehrturm Torre del Cantone (oder Verga D'Oro), von dessen Spitze aus Galileo Galilei dem Großherzog Cosimo II. den Gebrauch des neuen, von ihm perfektionierten Fernrohrs zeigte. Im Palazzo Reale ist das Nationalmuseum des Palazzo Reale untergebracht, eine Kunstsammlung mit Werken bedeutender Künstler wie Raffael, Rosso Fiorentino, Guido Reni und Bronzino. Aber auch Rüstungen werden hier ausgestellt. Auch der botanische Garten in Pisa ist alt: Er wurde 1543/44 gegründet. Das Institut für Botanik sowie der Garten liegen nahe der Piazza die Miracoli und zum Garten gehört auch ein Museum.

Pisa-Stadtmauer

Stadtmauer Pisa, Museen und mehr.

Die Stadt Pisa ist auch von einer alten Stadtmauer umgeben. Zahlreichen Stadttore, die Piazza delle Gondole mit dem Medici-Aquädukt und die so genannten "Bagni di Nerone" (Nerobäder) sind wichtige Sehenswürdigkeiten entlang dieser Stadtmauer. Seit 2018 gibt es hier auch einen Fußweg oberhalb der Stadtmauer. Eine weitere interessante Attraktion ist das Museo Nazionale di San Matteo, das die älteste existierende Sammlung griechischer Vasen in Italien enthält. Das Museo dell'Aquila, das dem antiken Aquädukt gewidmet ist, das Wasser in die Stadt brachte, befindet sich in der Nähe der Porta Pisana, die direkt zum Meer führt. Das Museo delle Sinopie ist ein Museum für Holzschnitzerei und Bildhauerei. Mehrere Basteien wie die Bastione San Giorgio oder die Bastione del Parlascio, ein Renaissancebau von Brunelleschi, sind ebenfalls Bestandteil des historischen Erbes der Stadt Pisa. Historische Wohntürme, Gärten, Statuen, Brunnen und Märkte runden das Stadtbild ab.

Pisa-Palazzo-Carovana

Palazzi in Pisa.

Auch an Palazzi mangelt es nicht in Pisa. Das Casino dei Nobili ist eine elegante Villa mit Loggia an der Piazza Garibaldi. Der Palazzo Agonigi da Scorno liegt in der Via Santa Maria gelegen und ist eines der schönsten Häuser der Stadt. Der gotische Palazzo Agostini in Pisa stammt aus dem 14. Jahrhundert und er ist auch als Palazzo Rosso oder Palazzo dell'Ussero bekannt. Nahe des schiefen Turms in Pisa findet sich der erzbischöfliche Palast (Palazzo Arcivescovile), der sein heutiges Aussehen Umbauarbeiten aus dem 16. und 18. Jahrhundert verdankt. Geschichtsträchtig ist auch der Palazzo Medici oder Palazzo Appian, der einst im Besitz der Familie Appiano war, die Pisa in den Jahre 1392 bis 1398 regierten. Danach wurde das Gebäude an die Medici verkauft und auch Lorenzo de'Medici lebte hier. Auch der Palazzo Roncioni, der Palazzo Ruschi, der Palazzo della Sapienza, der Palazzo Carovana sowie weitere Palazzi finden sich in Pisa.


Rundum: Die Provinz Pisa

Strand-Pisa-Marina

Pisa Marina und mehr.

Die Stadt Pisa ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Pisa. Zur Provinz Pisa gehören einige Badeorte an der Küste wie Pisa Marina oder Tirrenia. Im Landesinneren zieht sich die Provinz Pisa in Richtung Süden hinter der Küstenlinie entlang und hat unterschiedliche Landschaften zu bieten. Auch in den Monti Pisani (ein kleiner Gebirgszug) nördlich der Stadt Pisa kann man hervorragend wandern und der See Lago di Santa Luce sowie das Küstenschutzgebiet Parco di San Rossore bieten Naturnähe abseits des Massentourismus. Zweiradfan oder nicht: Man muss die Roller Italiens einfach lieben. Ein ganzes Museum findet sich im Museo Piaggio in Pontedera.

Lavendelfelder-bei-Pisa

Bezaubernde Provinz Pisa.

Während die Stadt Pisa in einer Ebene liegt, finden sich vor allem in Richtung Süden die typischen Hügellandschaften der Toskana mit der bezaubernden Stadt Volterra oder kleinen Dörfern wie Orciano Pisano oder Lajatico mit dem Teatro del Silenzio - einem Open-Air-Amphitheater in der Stadt Lajatico. Naturfans können zur Burgruine Rocca di Pietracassia bei Lajatico wandern oder entlang zahlreicher Themenwege wie dem Percorso agrifaunistico e Panoramico dei Mulini. Die beliebten Lavendelfelder der Gegend liegen in den Hügeln rund um Santa Luce.

Pisa-San-Miniato

Die weniger bekannte Toskana.

Die unbekanntere und weniger touristische Toskana entdeckt man in Dörfchen wie Peccioli, Palaia, Pomarance, Terricciola, Montecatini Val di Cecina, Calci, Casale Marittimo, Lari, Vicopisano, Castelnuovo di Val di Cecina, Cascina oder auch Castelfranco di Sotto. Umwerfend schön ist auch die Ortschaft San Miniato im Landesinneren der Provinz Pisa. Vor den Toren der Stadt Pisa entdeckt man in einer ruhigen Umgebung die historisch geprägte Ortschaft San Giuliano Terme, die in der Antike als Aquae Pisanae und später als Bagni di Pisa bekannt war. Weinverkostungen, Trüffelsuche, Märkte in der Region und viele andere kulinarische Highlights gehören selbstverständlich ebenfalls zu Pisa und in die Toskana.


Anreise, Karte, Events und mehr

Veranstaltungen in Pisa

Am Wochenende nach dem 16. Mai ist der Tag des Heiligen Ubaldo. Zu diesem Tag findet in der Viale delle Piagge das traditionelle Fest des Heiligen Ubaldo statt. Stände mit Lebensmitteln, Blumen und andere Produkten gehören zu dieser Tradition. Am 29. Mai jeden Jahres wird der  Schlacht von Curtatone und Montanara und deren Opfer im Jahr 1848 gedacht. Seit 1929 findet dann die Pisa-Pavia-Regatta statt - ein Ruderwettkampf zwischen den Mannschaften der Universitäten der der beiden Städte.

Von besonderem Interesse ist der 17. Juni in Pisa - der Festtag des Schutzpatrons der Stadt, San Ranieri. Am Vorabend werden die Fassaden der Gebäude entlang der Arnoufer mit Kerzen und Lichtern (Lampanini) beleuchtet. Das Fest, das als Luminara di San Ranieri bekannt ist, gipfelt in einem Feuerwerk und dauert die ganze Nacht an. Am Nachmittag des 17. Juni folgt der Palio di San Ranieri, bei dem die vier Viertel des historischen Zentrums - Sant'Antonio, San Martino, San Francesco und Santa Maria - in einer Regatta auf dem Fluss Arno gegeneinander antreten.

Der Gioco del Ponte findet traditionell am letzten Samstag im Juni statt ausgetragen und beginnt am späten Nachmittag. Dabei wird ein Wagen über eine Schiene auf der Ponte di Mezzo zu geschoben. Im Spiel stoßen die Gerichtshöfe der beiden Stadtteile Tramontana und Mezzogiorno aufeinander. Vor allem aber findet vor dem Spiel ein Umzug in spanischen Kostümen aus dem späten 16. Jahrhundert mit über 700 Teilnehmern statt.

Der Fluss Arno und die Nähe zum Meer bestimmen seit jeher die Stadt. Die Regatta der Seerepubliken findet daher alle vier Jahre in Pisa statt. Die Stadt fordert Genua, Venedig und Amalfi in einer Ruderregatta heraus.

Umgebung und Ausflüge

In der Umgebung der Toskana gibt es unendlich viele Möglichkeiten: Badeorte an der Küste, weitere große Kulturstädte wie Florenz oder Lucca, die Marmorsteinbrüche im Norden der Toskana, die Hügellandschaft in Richtung Siena und Volterra, Weinbaugebiete und vieles mehr.

Karte Pisa

Anreise Pisa

Pisa erreichet man mit dem Flugzeug, Zug, Bus oder Auto. Wer nach Pisa will, kann über den Flughafen Pisa (Aeroporto Internazionale di Pisa oder Aeroporto Galileo Galilei, IATA-Code PSA) vor den Toren der Stadt anreisen. Vom Flughafen gibt es eine Zugverbindung in das Stadtzentrum. Aber auch Busse verbinden das Stadtzentrum mit dem Flughafen. Wie an allen großen Flughäfen Italiens gibt hier selbstverständlich auch Mietwagen unterschiedlicher Anbieter. Das Straßennetz in und auch rund um Pisa ist gut ausgebaut - die Anreise erfolgt mit dem Auto über Autobahnen und/oder Landstraßen. Das Autofahren in der Stadt Pisa allerdings ist aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens nicht sonderlich ratsam.

Pisa hat darüber hinaus mehrere Bahnhöfe. Der Hauptbahnhof heißt Pisa Centrale und auch dieser ist mit dem Flughafen gut verbunden. Er liegt allerdings nicht in der Innenstadt. Die Anreise mit der Bahn ist also auch problemlos möglich. Der Bahnhof in Pisa liegt an den Strecken Pisa -Livorno - Rom, Pisa - La Spezia - Genua und Pisa- Florenz. Darüber hinaus gibt es noch eine weitere wichtige Bahnverbindung zwischen Pisa und Lucca. Innerhalb der Stadt Pisa gibt es ein Netz an Buslinien, die für einen stressfreien Transport in der Stadt sorgen. Auch außerhalb der Stadt gibt es ein gutes Busnetz über die CTT (Compagnia Toscana Trasporti, das auch Städte wie Volterra oder die Badeorte entlang der Küste mit Pisa mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar macht.

Genuß in der Toskana.

Auf den regionalen Märken in der Toskana kann man vor allem lokale Produkte kaufen. Käse, Wurstwaren, Lederwaren und Kleidung, Haushaltsartikel und mehr - all das findet man bei regelmässigen Terminen in der ganzen Region. Darüber hinaus sind Weine und Küche der Region herausragend gut.

Die richtige Reisezeit für die Toskana.

Die Toskana eignet sich für einen Kultururlaub oder einen Badeurlaub - vor allem auf der Insel Elba oder entlang der toskanischen Küste. Wann sich die Reise besonders lohnt und wie es mit dem Klima im Jahresverlauf aussieht, findet sich hier.

Kultur in der Toskana.

Das einstige Großherzogtum Toskana war in Europa eine bedeutende Macht. Kunst und Kultur konnten sich hier insbesondere unter der Herrschaft der Medici entwickeln und so gilt die Toskana auch als Geburtsstätte der italienischen Renaissance.

Anreise und Unterkunft.

Die Toskana ist touristisch äusserst beliebt. In der ganzen Region finden sich zahlreiche Hotels oder Ferienwohnungen. Im Agriturismo ist man zudem ländlich auf Bauernhöfen unter gebracht, die oft auch ein Restaurant dabei haben.


Mehr zum Thema

Überblick Italien: Italien
Die Region: Toskana
Reisethema Märkte: Märkte Toskana
Küche: Spezialitäten Toskana
Regional: Weinbau und Weine Toskana

Für die Reise

Unterkunft: Agriturismo
Tipps und Adressen: Camping in Italien
Hinkommen: Flughäfen Italien
Aktiv: Wandern und Radfahren in Italien

In der Nähe

Die Region: Toskana
Nah: Florenz
Nah: Livorno
Nah: San Gimignano
Nah: Lucca
Nah: Pistoia