Piemont

Urlaub im Piemont: Kaum eine Provinz Italiens könnte mehr Abwechslung bieten. Hier entdeckt man hohe Berge, flache Landschaften oder Weinberge und Hügelland sowie Kulturdenkmäler und einige der größten Weine Italiens.

Piemont

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Urlaub im Piemont: Kaum eine Provinz Italiens könnte mehr Abwechslung bieten. Hier entdeckt man hohe Berge, flache Landschaften oder Weinberge und Hügelland sowie Kulturdenkmäler und einige der größten Weine Italiens.

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Piemont

Urlaub im Piemont: Kaum eine Provinz Italiens könnte mehr Abwechslung bieten. Hier entdeckt man hohe Berge, flache Landschaften oder Weinberge und Hügelland sowie Kulturdenkmäler und einige der größten Weine Italiens.

Piemont

Das Piemont findet sich im Nordwesten Italiens, an der Grenze zur Schweiz und zu Frankreich. Flächenmässig handelt es sich um eine relativ große Provinz in Italien, mit rund 25.400 km². Die Hauptstadt der Provinz ist Turin. Landschaftlich teilt sich das Piemont in die Alpenregion mit hohen Bergen, in eine Hügellandschaft mit Weinbergen im Südosten der Provinz, die vor allem für berühmte Weine bekannt ist und die Poebene. Das Piemont hat dementsprechend viele Gesichter: Genuß, lebendige Städte, romantische Dörfer, Wandern, Wintersport, die Entdeckung der Kulturdenkmäler wie das Schloss Ivrea und mehr.

Das Piemont im Überblick

Die Region Piemont liegt im Norden Italiens, an der Grenze zur Schweiz im Norden, an der Grenze zu Frankreich im Westen. Geographisch gehört eigentlich auch das Aostatal mit dazu, es ist aber politsch eine autonome Region (zum Aostatal). Die Hauptstadt Turin ist die viertgrößte Stadt Italiens mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Der Norden und Osten des Piemont wird von den hohen Bergen der Alpen dominiert. Südwestlich von Turin liegt das Hügelland des Piemont, das für kulinarische Erlebnisse bekannt ist: Wein und Trüffel sowie andere Leckereien machen eine Reise attraktiv. Die Poebene mit der Hauptstadt Turin und den Städten Novara, Alessandria sowie Vercelli ist von fruchtbarem, flacherem Land geprägt. Hier geht es direkt zu den einzelnen Regionen:

Alpenregion Piemont

Die Alpen ziehen sich entlang der Nordgrenze zur Schweiz, der Westgrenze nach Frankreich und teils auch entlang der Südgrenze der Provinz Piemont. Naturgeographisch gehört eigentlich das Aostatal ebenfalls zum Piemont, ist aber eine autonome Region. Die Täler Stura, Valle Meira, Valle Varaita, Valle Po, Valle Pelice, Val Chisone, Valle di Susa (Susatal), Valle dell'Orci, die Täler Valli di Lanzo und das Tal Valsesia gehören zum Piemont. Die Alpenregion der Provinz Piemont beherbergt Teile der Gebirgszüge Walliser Alpen (im Norden), Grajische Alpen (im Westen) und Cottische Alpen (im Südwesten des Piemont).

Im Nationalpark Gran Paradiso, der teils auch zur Region Aostatal gehört, gehen die Berge bis auf rund 4.000 Meter Höhe hinauf. Der Monte Viso liegt im Westen in den Cottischen Alpen und erreicht eine Höhe von rund 3.800 Metern. Das Massiv des Monte Rosa im Norden reicht bis zu 4.600 Metern hinauf.

Im Norden: Walliser Alpen

Die Walliser Alpen an der Grenze zur Schweiz bieten hohe Gipfel und attraktive Bergdörfer. Ein wichtiger Teil der Region ist der Nationalpark Val Grande , der vom Fluss Torrente San Bernardino durchzogen wird. Im Gegensatz zu vielen Teilen der Alpen ist der Nationalpark ein Naturschutzgebiet, das größte Wildnisgebiet der Alpen. Selbst Almen wurden hier aufgegeben, nur die Dörfer Cicogna und Colloro können mit dem Auto erreicht werden, weitere Straßen gibt es hier nicht. Einige Wanderrouten und Besucherzentren stehen zur Verfügung, Teile des Nationalparks dürfen aber gar nicht betreten werden. Das Schloss von Vogogna mit dem mittelalterlichen Bergdorf Vogogna ist malerisch schön und einen Besuch im Rahmen der Entdeckung der Alpenwelt wert. Auch Buttogno im Valle Vigezzo bietet malerische Berglandlandschaften und einen historischen Ortskern.

Die Stadt Domodossola liegt auf der Hauptroute zum Lago Maggiore, dessen Westufer zur Provinz Piemont gehört. Sie ist römischen Ursprungs und bietet ein historisches Zentrum sowie zahlreiche historische Bauwerke. Sie ist nicht sonderlich touristisch und schon alleine deshalb lohnt sich ein Abstecher hierher. Das Dörfchen Macugnaga ist alt und inmitten einiger der höchsten Gipfel der Alpenwelt äußerst malerisch gelegen - im Tal Valle Anzasca.

Alpenromantik pur gibt es auch in Alagna Valsesia in der Provinz Vercelli, das Gleiche gilt für Formazza ganz nah der Grenze zur Schweiz. Rimasco liegt im Val Sermenza, am See Lago Rimasco und gehört zu den abgelegeneren Ortschaften, in denen man die norditalienische Ursprünglichkeit der Alpen erleben kann. Ski- und Wintersportgebiete gibt es hier selbstverständlich ebenfalls. Biella liegt am Rande der Alpen und wartet mit historischem Ortskern und einigen Sehenswürdigkeiten auf. Einen Besuch und Rundgang ist sie in jedem Fall wert - das gilt darüber hinaus auch für Ivrea.

Im Westen: Grajische Alpen

Westlich von Turin liegen die grajischen Alpen. Hier finden sich zahlreiche touristisch gut erschlossene Orte, hohe Gipfel, relativ viele Bergseen, bezaubernde Dörfer mit historischen Wurzeln und Täler. Avigliana mit dem Wahrzeichen des Piemont - der Sacra di San Michele (eine ehemalige Abtei des Benediktinierordens) und der Seenlandschaft Parco naturale Laghi di Avigliana liegen im Susatal. Das Susatal gehört dementsprechend zu den bekanntesten Zielen im westlichen Piemont. Neben eindrucksvollen Bergen und Gebirgspässen finden sich hier im Susatal auch zahlreiche historische Bauwerke wie Schlösser, Kathedralen oder auch ein römisches Amphitheater.

Das Schloss von Villar Dora und die Festung von Exilles gehören zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten in der Region. Orte wie Susa, Cesana Torinese, Sestriere, Bardonecchia, Sauze d’Oulx, Oulx, Pragelato, Ceresole Reale, Claviere und andere liegen malerisch in der Bergwelt der crajischen Alpen oder Westalpen. Neben Wanderungen im Sommer, Frühling und Herbst sind im Winter auch zahlreiche Skigebiete in den genannten Orten zu finden, beispielsweise in Vialattea (Sauze d'Oulx, Cesana und mehr). Auch für Mountainbiker wird hier viel geboten, Bike Parks gibt es in Alta Val di Susa, Bardonecchia, Sauze d'Oulx und San Sicario.

Im Südwesten: Cottische Alpen

Die cottischen Alpen (italienisch: Alpi Cozie) werden im Zusammenhang mit dem Piemont eher selten erwähnt. Bekannt sind sie vor allem für den höchsten Berg Monviso oder Monte Viso (3.841 Meter) und Fernwanderwege. Dementsprechend finden sich hier auch Orte abseits des großen Tourismus. Mehrere Bike Parks gibt es hier Fans des Radsports und Wintersportfreunde finden verschiedene Skigebiete in den Cottischen Alpen Italiens; beispielsweise in Prato Nevoso, Artesina, Frabosa Soprana, Entracque oder Argentera. Das Dorf Entracque etwa liegt herrlich in einem Talkessel und bietet einen historischen Ortskern sowie viele Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten und auch das Dorf Borgo San Dalmazzo ist ein guter Ausgangspunkt für eine Erkundungstour in der Region.

Die Hauptstadt der Provinz Cuneo heißt ebenfalls Cuneo. Die Arkaden und Gebäude in Cuneo stammen aus unterschiedlichen Epochen - Mittelalter, Barock und Neoklassizismus verströmen eine unvergleichliche Atmosphäre, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Das Hügelland im Piemont

Weinberge: Die Weinbaugebiete

Die Weinbaugebiete im Piemont sind weltberühmt: Langhe, Roero und Monferrat ... so heißen die begehrten Ziele für Freunde höchsten Genusses. Barolo und Barbaresco sind wohl die bekanntesten Weine aus dem Piemont, aber auch Asti Spumante, Nebbiolo d’ Alba und andere edle Tropfen kommen von hier. Im Hügelland zwischen Weinbergen und dem Anbau von anderen landwirtschaftlichen Produkten kann man auch hervorragend Wandern oder Radtouren unternehmen. Zahlreiche Burgen und Schlösser wie die Festung Grinzane Cavour, das Castello di Cremolino, Castello di Prunetto, Castello di Serralunga d'Alba oder Schloss Roddi vereinen sich mit historischen Altstädten und runden das Bild der Landschaften im Hügelland des Piemont ab.

Cuneo, Alba, Acqui Terme und Asti

Cuneo in der gleichnamigen Provinz bietet sowohl die Alpen in der Nähe als auch das Hügelland, das gar nicht weit entfernt liegt. Ein angenehm mediterranes Klima, ein mittelalterlicher Stadtkern und zahlreiche historische Bauten wie der Dom Duomo di Cuneo aus dem 17. Jahrhundert oder die Piazza Galimberti locken für einen Aufenthalt. Direkt im Hügelland liegt es allerdings nicht.

Alba findet sich verkehrsgünstig gelegen und sozusagen mittendrin. Die Kathedrale, das Schloss im nahe gelegenen Grinzane Cavour sowie einige andere Sehenswürdigkeiten sind einen Blick wert. Vor allem ist Alba aber für weiße Trüffel und eben die Weine der Weinbauregion Langhe bekannt und insbesondere im Herbst gut besucht. Auch Asti ist vor allem für kulinarische Highlights berühmt. Trüffel und Weine stehen dabei im Vordergrund. Darüber hinaus ist Asti aber auch eine hübsche Stadt mit zahlreichen historischen Gebäuden, historischem Stadtkern und Sehenswürdigkeiten mitten in der Weinbauregion. In der Region finden sich darüber hinaus auch mehrere Burgen und Schlösser. Acqui Terme ist ebenfalls einen historischen Stadtkern und Sehenswürdigkeiten. Außerdem ist Acqui Terme vor allem für Quellen und Thermalbäder bekannt.

Die schönsten Dörfer im Hügelland des Piemont

Ausgezeichnet mit der Bandiera Arancione und damit ganz ohne Frage mit die schönsten Dörfer Italiens sind Bene Vagienna, Cherasco, Monforte d'Alba, Barolo, La Morra, Grinzane Cavour, Neive, Guarene und Bergolo. Die Auszeichnung wird vom Touring Club Italiens (TCI) vergeben ist ein Garant für einen gelungenen Ausflug oder ein schönes Reiseziel.

Darüber hinaus ist die Region aber ohnehin ein Feuerwerk toller Orte: Montiglio Monferrato, Castell’Alfero, Monastero Bormida, Neive, Cissone, Magliano Alfieri, Montabone, Mombaldone oder die Weinbaugemeinde Costigliole d’Asti sind unbedingt einen Besuch wert. Wer auf der Suche nach romantischen Orten ist, sollte sich darüber hinaus die Reiseroute Strada Romantica delle Langhe e Roero genauer anschauen.

Die Poebene im Piemont

Turin

Turin ist die Hauptstadt der Provinz Piemont. Oft wird sie touristisch stark unterschätzt, Trüffel, Wein und der Autobau sind bei weitem nicht alles, was die Stadt zu bieten hat. Palazzi, Flaniermeilen wie die Via Roma, eine tolle Fernsicht vom Turm Mole Antonelliana (ein Wahrzeichen Turins), kulinarische Highlights, sehr viele Grünflächen und herrliche Bogengänge, die Lage am Fluss Po, historische Bauwerke und ein angenehm-warmes Klima begeistern für diese Stadt. Wer kann, sollte auch einen der Märkte Turins besuchen. Die Wallfahrtskirche Superga vor den Toren der Stadt kann mit einer Zahnradbahn erreicht werden und das Schloss Stupigni nahe Turin ist eines der schönsten Schlösser des Piemont. Zahlreiche Museen runden einen Besuch in Turin ab.

Alessandria, Vercelli und Novara

Alessandria bietet eine schöne Altstadt mit Läden, Bars und Restaurants, dem Dom von Alessandria und diverse Palazzi. Hier kann man inmitten der Hügel des Weinbaugebietes Monferrato ein wenig städtische-italienische Kultur geniessen, sich treiben lassen oder shoppen gehen. Vercelli blickt auf eine reiche Geschichte zurück - hier finden sich Mittelalter, Renaissance, Gotik und Romanik auf einem Fleck - ein Muss für Liebhaber der Kunstgeschichte. Rund um Vercelli sorgt das fruchtbare Land der Poebene dafür, dass hier Reis angebaut wird. Novara mit herrlich italienischem Flair bietet ebenfalls einen historischen Hintergrund mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie etwa dem Dom Santa Maria, der Kapelle San Siro oder der Basilika di San Gaudenzio - Cafés und Restaurants vor malerischer Stadtkulisse inklusive. Auch Novi Ligure und Tortona sind Städte in der Poebene, die sich sehen lassen können.

Mehr in der Poebene

Sehenswürdigkeiten wie das Castello Sforzesco, Schloss Ceresoto oder Dörfchen wie Volpedo sind genauso wie die vorher genannten Städte ein attraktives Reiseziel.

Die Seen im Piemont

Lago Maggiore und Ortasee

Der Lago Maggiore (Langensee) liegt an der östlichen Grenze des Piemont. Das Ostufer des Sees gehört zum Piemont, das Westufer des Sees gehört zur Provinz Lombardei. Arona, Stresa, Baveno, Intra, Cannero Riviera und Cannobio liegen direkt am See und gehören zum Piemont. Reisen mit Seeromantik und Bergen - beispielsweise im Nationalpark Val Grande - lässt sich hier gut realisieren. Badestrände und mittelalterliche Stadtkerne beispielsweise im bildschönen Cannobio, die Schifffahrt mit den Borromäischen Inseln im See, ein botanischer Garten auf der Insel San Pancrazio, ein mildes Klima mit Palmen und Zitrusfrüchten - all das macht den Lago Maggiore zu einem fantastischen Reiseziel.

Der Ortasee liegt gar nicht weit entfernt vom Lago Maggiore - die Berge des nördlichen Piemont sind nicht weit entfernt. Der deutlich kleinere See ist weniger touristisch, obwohl er nicht weniger reizvoll und schön ist. Der Ort Orta San Giulio spielt im Tourismus hier die Hauptrolle. Das UNESCO Weltkulturerbe Sacri Monti (Kapellenanlagen und Pilgerstätten) sogar ein UNESCO-Weltkulturerbe liegt ebenfalls im Gemeindegebiet von Orta San Giulio.

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Reisezeit: Klima Piemont

Für die Reise

Unterkunft: Agriturismo Piemont
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Aktiv: Wandern und Radfahren in Italien

Gut zu Wissen

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