Alghero

Das schöne Städtchen Alghero auf der Insel Sardiniien: Strände und Küste, Altstadt, Sehenswürdigkeiten, Lage, Umgebung, Aktivitäten, Reisezeit und viele weitere Informationen. Mit praktischen Karten für den schnellen Überblick.

Alghero

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Das schöne Städtchen Alghero auf der Insel Sardiniien: Strände und Küste, Altstadt, Sehenswürdigkeiten, Lage, Umgebung, Aktivitäten, Reisezeit und viele weitere Informationen. Mit praktischen Karten für den schnellen Überblick.

Alghero

Alghero

Das schöne Städtchen Alghero auf der Insel Sardiniien: Strände und Küste, Altstadt, Sehenswürdigkeiten, Lage, Umgebung, Aktivitäten, Reisezeit und viele weitere Informationen. Mit praktischen Karten für den schnellen Überblick.

Alghero

Steckbrief Alghero

  • Name: Alghero.
  • Lage: Region Sardinien, Provinz Sassari im Nordwesten Sardiniens.
  • Bevölkerung: 387 Einwohner.
  • Fläche: 225,4 km².
  • Vorwahl: 079.
  • Diese Ortschaften gehören mit dazu: Fertilia, Guardia Grande, I Piani, Loretella, Maristella, Sa Segada, Tanca Farrà, Santa Maria La Palma, Tramariglio und Villassunta sind so genannten Fraktionen Algheros und gehören damit zur Gemeinde.
  • Umgebung: Küstenlage / Strand.

Lagekarte-Alghero-Sardinien


Der Ort Alghero mit hübscher Altstadt gehört wohl zu den schönsten Reisezielen der Insel. Lebendig und mit Strand direkt vor der Haustür und einer großartigen Umgebung und eigenem Flughafen ist Alghero eines der Top-Ziele auf Sardinien für einen Strandurlaub oder Aktivurlaub. In der Gegend finden sich ausserdem zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Das nahe gelegene Capo Caccia ist genauso atemberaubend wie die Neptunsgrotte und die Region hat neben Alghero noch Vieles mehr zu bieten. Strände sind in ausreichender Zahl vorhanden, Ausflüge zu verschiedenen Orten sind kein Problem und auch eine Tour ins Landesinnere lohnt sich. Kiten, Windsurfen, Tauchen, Wanderungen, Spaziergänge, kulinarische Abenteuer, Shoppen und vieles mehr sind hier möglich. Im Vergleich zum Inselsüden ist man in Alghero durchaus auf Touristen eingerichtet. Es gibt ein breites touristisches Angebot und auch Sprachbarrieren spielen hier keine allzu große Rolle.


Karte-Alghero

Alghero und Umgebung

Wo liegt Alghero? Alghero liegt im nordwestlichen Teil der Insel Sardinien und die kleine Stadt wartet mit einer hübschen Altstadt direkt am Meer auf. Nördlich des Stadtgebietes findet sich die Nurra-Ebene, die von hohen Klippen beim Capo Caccia, Punta Giglio und Monte Doglia begrenzt wird. Südlich der Stadt Alghero liegt die Hochebenen von Villanova Monteleone und Bosa. Im Hinterland bieten sanfte Hügel ein schönes Landschaftsbild mit Grabungsstätten, Weinbau und weitere landwirtschaftlicher Nutzung. Während der Hauptsaison verdoppelt sich die Einwohnerzahl leicht, möglicherweise sind es sogar noch viel mehr Besucher. Wer es sehr lebendig mag, kommt deshalb während der Saison … wer es etwas ruhiger bevorzugt, besucht Alghero am besten in der Nebensaison.

Algheros Geschichte

Etwa im Jahr 1100 wurde Alghero als Festungsanlage von den Genuesern geprägt. Es folgten mehrere Besetzungen. Im Jahr 1353 - nach monatelanger Belagerung - setzte sich König Peter IV durch und Alghero wurde katalanisch. Die Bevölkerung wurde vertrieben und durch Bewohner der iberischen Halbinsel ersetzt, es war nicht einmal eine Übernachtung für Nicht-Katalanen gestattet. Die Besetzung dauerte mehrere Jahrhunderte an und das Stadtbild ist heute noch von den starken Festungsmauern und der Architektur dieser Zeit geprägt. Viele Palazzi sind noch im katalanischen Stil erhalten geblieben. Vor allem die Festungsmauer oder Stadtmauer mit ihren alten Kopfsteinplastersteinen ist der katalanischen Zeit zuzuschreiben. Sie beginnt gleich am Hafen und hier lässt sich der Einfluss Spaniens deutlich erkennen. Auch die Wehrhaftigkeit der ehemals wichtigen Metropole im Mittelmeer lässt sich bei einem Bummel auf der ehemaligen Wehranlage wunderbar erahnen.

Das Stadtbild wird weitestgehend von der Nähe zu Spanien - Katalonien - mit geprägt. Und nicht nur die Architektur ist katalanisch beeinflusst. Auch das Katalan als Sprache ist hier noch lebendig. Um genau zu sein handelt es sich um algheresisch - eine lokale Variante der katalanischen Sprache. Auch wenn die dort ansässigen Sarden italienisch sprechen, kann man den katalanischen Dialekt heraus hören.

Sehenswürdigkeiten Alghero

Die Altstadt von Alghero

Die Altstadt Algheros ist traumhaft schön und wird von kleinen Gassen und Palazzi durchzogen. Restaurants, Cafés, Bars oder kleine Läden mit Kunsthandwerk verführen zu einem Bummel durch Alghero und für den sollte man durchaus ein wenig mehr Zeit einplanen. Die Altstadt liegt direkt am Meer und sie wird von der Stadtmauer begrenzt. Ein Spaziergang entlang der Stadtmauer gibt wunderbare Blicke auf das offene Meer oder das gegenüber liegende Capo Caccia frei.

Sehenswertes in Algheros Altstadt

In der Altstadt finden sich mehrere historische Sehenswürdigkeiten in Alghero. Dazu gehören die Kathedrale Santa Maria aus dem 16. Jahrhundert, die Kirche Kirche Unserer Lieben Frau von Karmel (Nostra Signora del Carmelo) aus dem 17. Jahrhundert, die Kirche St. Barbara aus dem 16. Jahrhundert, die Kirche St. Franziskus aus dem 14. Jahrhundet und weitere kirchliche Bauwerke. Typisch für Sardinien ist darüber hinaus die Kirche San Michele mit Majolika-Kuppel (eine Kuppel aus farbig glasiertem Ton) aus dem 16. Jahrhundert. In der Umgebung von Alghero finden sich darüber hinaus weitere historische religiöse geprägte Bauwerke.

Unübersehbar wird die Altstadt in Alghero auch von schönen Privatgebäuden historischen Ursprungs gesäumt. Dazu gehören etwa der Palazzo de Ferrera, Palazzo del Pou Salit, Palazzi Peretti, der barocke Palazzo Serra, der neoklassizistische Palazza Lavagna und viele weitere. Auch das Theater Teatro Civico auf der Piazza del Teatro aus dem Jarh 1862 ist ein Bauwerk des Neoklassizimus. Die Villa Mosca steht dagegen für den Jugendstil (Stile Liberty) in Italien. Die alte Stadtmauer und Befestigungsanlage mit mehreren historischen Türmen rund um die Altstadt Algheros stammt ursprünglich aus dem dreizehnten Jahrhundert - die heute sichtbaren Teile sind allerdings in weiten Teilen auf das 16. Jahrhundert zurück zu führen.

Das Casa Manno beherbergt ein Museum, im archäologischen Museum finden sich viele Zeugnisse der Besiedlung Sardiniens, im Museo del Corallo kann man die Korallen der Gegend bewundern, in der Markthalle kauft man stets die Köstlichkeiten der Region frisch ein.

Strände Alghero

Es gibt auf Sardinien einige Flecken, die mehr Strände zu bieten haben als Alghero und Umgebung. Dennoch: Auch hier finden sich schöne Sandstrände, die einen Strandurlaub ermöglichen. Der Hausstrand - sozusagen direkt vor der Haustür - ist der Strand Lido di San Giovanni. Maximal 15 Minuten Fußweg vom Stadtzentrum aus und mit vielen Strandbars ausgestattet bietet dieser Strand vor allem den Komfort der Stadtnähe. Ein wenig abseits liegt der Strand Porto Ferro, der mit feinem Sand und seichtem Wasser äusserst beliebt ist - auch bei Familien mit Kleinkindern. Wenn der Wind von Frankreich weht, kann es hier zu nennenswerten Wellen kommen.

Ein schöner und flacher Strand ist auch der Strand Mugoni, der ebenfalls mit Restaurant und Liegestühlen, ganz klarem blauem Wasser aufwartet. Ein sehr schöner Sandstrand mit fast weissem Sand und Pinien hinter dem Strand ist Spiaggia di Maria Pia. Weiterhin gibt es die Strände delle Bombarde, die traumhafte Bucht Baia dei Venti, Spiaggia Di Tramariglio oder Cala Bramassa in direkter Nähe zu Alghero.

Umgebung: Wandern, Radfahren und Ausflüge

Hochseilgarten, Reiterhöfe und mehr

Im Hochseilgarten La Ragantele finden Freunde des Kletterns gute Möglichkeiten. Für Reiter stehen mehrere Gehöfte zur Verfügung, die Reitausflüge anbieten. Wander- und Klettertouren werden in der Umgebung ebenfalls geboten wie auch Bootsausflüge/Touren und mehr.

Die Nekropolen (Felsengräber) von Anghelo Ruju liegen entlang der Verbindungsstraße in Richtung Porto Torres. Auch sie sind sehr sehenswert und vermitteln einen Eindruck über die Bewohner der Insel, die mehrere tausend Jahre vor unserer Zeit ihre Spuren hinterlassen haben. Nur wenige hundert Meter entfernt von den Felsengräbern – auf der gegenüber liegenden Straßenseite – findet sich die Tenuta Sella & Mosca … eines der bekanntesten Weingüter der Insel. Die Enoteca (Weinladen) kann jederzeit besucht werden; der Einkauf ist hier auch für Privatpersonen möglich. Ein Besuch lohnt sich schon alleine wegen der schönen Anlage, die ein gepflegtes Vorzeigestück sardischer Kultur darstellt.

Capo Caccia, Palmavera und Neptungrotte

Wer nach Alghero kommt, sollte das Capo Caccia nicht versäumen. Eine solch markante Felsformation ist schon alleine durch ihre bloße Existenz beeindruckend. Die Lage entlang des blauen Meeres tut ihr Übriges dazu. Das Capo Caccia lässt sich von Alghero aus mit dem Auto oder per Bus leicht erreichen. Die Neptungrotte (Grotta di Nettuno) liegt am Fuß der steilen Klippen des Capo Caccia. Sie gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Sardiniens und ist gerade während der Saison stark frequentiert. In der riesigen Tropfsteinhöhle mit dem Lamarmorasee innerhalb der Höhle ist es konstant 10 Grad warm - zu jeder Jahreszeit. Hin kommt man von Hafen in Alghero mit dem Boot oder zu Fuß über eine steile Treppe. Der Zugang kostet Eintritt. Auf dem Weg zwischen Alghero und dem Capo Caccia liegt auch der Nuraghenkomplex Palmavera, der bis auf 1500 Jahre vor Christus zurück geht. Wer wissen will, wass es mit Nuraghen auf sich hat, liest hier mehr rund um Historische Orte und Grabungen auf Sardinien.

Weitere Ausflüge von Alghero

Ausflüge von Alghero aus gibt es darüber hinaus in großer Zahl. Stintino und die Insel Asinara sind ein Traumziel für Strand- und Badefans. Hier finden sich karibische Erlebnisse, die wirklich sehr besonders sind. Wilde Natur und ein Stück Bergbau-Geschichte findet sich in Argentiera, das ebenfalls einen Besuch wert ist. In südlicher Richtung liegt Bosa – ein kleines Städtchen mit viel Flair und einer Gebirgsumgebung. Der Gebirgszug des Monte Ferru ist mit dem Auto gut erreichbar und lädt ebenfalls zu einem Tagesausflug ein.

Altstadt-Alghero

Die hübsche Altstadt in Alghero wird von zahlreichen Kirchen und Palazzi gesäumt. Dazwischen finden sich liebenswerte kleine Läden zum Entdecken.

Alghero-Hafen

Die Stadtmauer gibt den Blick auf den Hafen in Alghero frei. Von hier aus kommt man zum Capo Caccia oder auch zu anderen Zielen rund um Alghero.

Alghero-Stadtmauer

Rund um die schöne Altstadt wird Alghero von einer historischen Festungsanlage oder Stadtmauer umgeben. Von hier geniesst man den Blick aufs freie Meer.

Grabungsstätte-Anghelu-Ruju

Die Grabungsstätte Anghelu Ruju gehört vor den Toren von Alghero mit zu den wichtigsten Zeitzeugnissen aus der frühen Geschichte der Insel Sardinien.

Nuraghenkomplex-Palmavera

Auf dem Weg zum eindrucksvollen Capo Caccia liegt auch der Nuraghenkomplex Palmavera, der Einblicke in das Leben in der vorchristlichen Zeit gibt.

Neptungrotte-Alghero

Die Grotta di Nettuno (Neptungrotte) gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Algheros und des Capo Caccias. In der riesigen Tropfsteinhöhe gibt es sogar einen See.

Altstadt-Alghero-Blumen

Die Altstadt in Alghero ist üblicherweise hübsch geschmückt. Fantasievoll und kreativ gehen die Bewohner in den engen Gassen mit ihrer Stadt um. Ein Besuch lohnt sich.

alghero-capo-caccia

Das eindrucksvolle Capo Caccia mit steilen Klippen und atemberaubender Natur gehört zu einem Tagesausflug oder im Rahmen einer Reise nach Alghero unbedingt mit dazu.

Alghero-Strand

Direkt vor Alghero liegt ein feinsandiger Stadtstrand, der sich in wenigen Gehminuten erreichen lässt. Wenn der Wind weht, sammeln sich hier Kiter und Surfer. Der Blick geht hinüber zum Capo Caccia.

Alghero-Sella-e-Mosca

Das Weingut Sella & Mosca gehört zu den bekanntesten Weinproduzenten der Insel Sardinien. Das Weingut liegt direkt gegenüber der archäologischen Stätte Anghelu Ruju und lädt zu einem Besuch ein.

Anreise nach Alghero

Die Anreise nach Alghero erfolgt häufig über den Flughafen, der direkt neben Alghero liegt. Allerdings ist dies ein kleinerer Flughafen, so dass die Anbindungen nicht die Besten sind - je nach Wohnort kann es sein, dass dieser Flughafen nicht in Frage kommt.

Alternativ stehen die Flughäfen und Fährhäfen in Olbia, in Golfo Aranci und in Cagliari zur Verfügung. Mit dem Auto ist man von Olbia etwa 2 Stunden lang bis Alghero unterwegs. Von Cagliari aus muss man mit 2,75 Stunden rechnen. Der nächstgelegene Hafen findet sich etwa 40 km entfernt in Porto Torres - von hier sind Barcelona, Genova, Civitavecchia, Marseilles und Propriano angebunden. Einige der Fährverbindungen werden nur während der Saison betrieben.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert es rund 4 Stunden von Olbia bis Alghero, von Cagliari aus muss man etwa 5,5 Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinnehmen.

Karte Alghero

Die praktische Karte bei Google Maps zeigt das Straßennetz in Alghero sowie wichtige Orte der Infrastruktur und auch viele Sehenswürdigkeiten. Google Maps eignet sich zudem auch sehr gut als Routenplaner für unterwegs. Erstaunlich gut ist die Insel Sardinien auch via Google Street View dokumentiert.

Shopping auf Sardinien.

Sardinien ist zwar kein Shopping-Paradies, hat aber dennoch einige sehr gute Möglichkeiten. Auf den regionalen Märken kann man lokale Produkte kaufen. In Cagliari wartet ein großes Outlet-Center und der große Markt San Benedetto lädt täglich zum Entdecken der Köstlichkeiten der Insel ein.

Die richtige Reisezeit für Sardinien.

Badesaison auf Sardinien ist von Mai bis Ende Oktober. Auch im April können die Temperaturen schon recht warm werden, das Wasser allerdings ist dann noch verhältnismässig kalt. Dafür eigenen sich die kühleren Monate für Wanderungen, Klettertouren oder das Endecken der Kultur Sardiniens.

Weine, Küche und Spezialitäten Sardiniens.

In der sardischen Küche kommen zahlreiche Einflüsse zusammen: Afrika, Spanien und Italien liegen schliesslich nicht weit entfernt. Im Landesinneren kommt Fleisch auf den Tisch - an der Küste meist Fisch und Krustentiere oder Muscheln. Fantastisch ist auch die Käseauswahl auf der Insel.

Anreise und Unterkunft.

Sardinien lässt sich nur per Flug oder Fähre erreichen. Große Hotelburgen hat die Insel nicht, dafür schöne kleine Unterkünfte. Im Agriturismo ist man zudem ländlich auf Bauernhöfen unter gebracht, die oft auch ein Restaurant dabei haben.


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