Wandern und Radfahren in Italien

Wandern und Radfahren in Italien – dafür finden sich zahllose Wanderwege und die allermeisten Wanderwege sind auch als Radwege nutzbar. Egal welche Region; Wandern und Rad fahren kann man in Italien praktisch überall. Weitwanderwege oder Fernwanderwege eigenen sich auch für kleinere Wanderungen oder Radtouren, einige Routen stechen besonders hervor.

Huegellandschaft-mit-Wegen

Wandern und Radfahren in Italien

Wandern und Radfahren in Italien – dafür finden sich zahllose Wanderwege und die allermeisten Wanderwege sind auch als Radwege nutzbar. Egal welche Region; Wandern und Rad fahren kann man in Italien praktisch überall. Weitwanderwege oder Fernwanderwege eigenen sich auch für kleinere Wanderungen oder Radtouren, einige Routen stechen besonders hervor.

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Wandern und Radfahren in Italien

Wandern und Radfahren in Italien – dafür finden sich zahllose Wanderwege und die allermeisten Wanderwege sind auch als Radwege nutzbar. Egal welche Region; Wandern und Rad fahren kann man in Italien praktisch überall. Weitwanderwege oder Fernwanderwege eigenen sich auch für kleinere Wanderungen oder Radtouren, einige Routen stechen besonders hervor.

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Wandern und Rad Fahren in Italien

Weitwanderwege, Pilgerwege, ausgedehnte Strecken für Radfahrer, Mountainbike-Trails, kleinere Spaziergänge und ausgedehnte Wanderungen – in allen Regionen Italiens gibt es hierfür zalhreiche Möglichkeiten. Die Kultur und Natur Italiens lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad sehr gut erkunden und die allermeisten Routen beinhalten auch Sehenswürdigkeiten und Strände oder andere interessante Ziele und Stationen.

In Norditalien sind die Alpen mit ihren Naturparks wie etwa der Naturpark drei Zinnen, Fannes-Sennes-Prags, die Geislergruppe, die Texelgruppe, die Gebirge rund um das Aostatal oder im Piemont und in der Lombardei sowie Ventien und Friaul-Julisch Venetien eigentlich ein einziges riesiges Wandergebiet.

Einige Regionen gerade in Norditalien sind verhältnismässig stark frequentiert wie etwa rund um Meran, rund um das Pustertal und die Drei Zinnen oder die Gardaseeberge. Aber auch hier finden sich ruhigere Fleckchen mit schönen Radwegen und Wanderwegen – beispielsweise im Gebirgszug der Lagorai oder in den Ampezzaner Dolomiten. In den Bergen des Apennin findet man intakte Natur abseits der Touristenmassen, denn die allermeisten Besucher des Landes Italien konzentrieren sich auf die Küstengebiete. Selbst in der Emilia-Romagna oder Toskana ist man im emilianisch-toskanischen Apennin nicht mit dem Massentourismus konfrontiert sondern kann das Land in Ruhe geniessen.

Bergwanderer finden im Apennin, der sich durch ganz Italien von Norden nach Süden zieht, zahlreiche wirklich großartige Wandergebiete. Auch in den Gebirgen auf Sizilien finden Bergwanderer hervorragende Möglichkeiten. Auf Sardinien gibt es ebenfalls Gebirge, diese sind aber nicht so wild und schroff wie die Alpen oder einige Gebirgszüge im Apennin.

Auch in Hügellandschaften wie der Toskana oder im Hügelland in Friaul-Julisch-Venetien oder in den Marken kann man auf Schusters Rappen das Land erwandern und Rad fahren gehen – möglichst viele Höhenmeter sind schliesslich keine Voraussetzung für eine schöne Wanderung oder Radtour. In Naturparks oder Naturschutzgebieten finden sich immer Wanderwege und Radwege. Kleine Spazierwege führen durch sogenannte Biotope (Biotopo), diese sind in der Regel leicht und schnell zu bewältigen.

Fernwanderwege bzw. Weitwanderwege

Fernwanderwege bzw. Weitwanderwege sind in den allermeisten Fällen sowohl für Wanderer als auch für Radfahrer geeignet. Viele dieser Fernwege können ausserdem von Reitern genutzt werden, denn das Reiten hat in Italien ohnehin eine lange Tradition. Bei den Fernwander- und radwegen finden sich sehr viele religiös inspirierte Wege - Pilgerwege. Aber auch die antiken Wegverbindungen der Römer spielen häufig eine Rolle, so dass man diesen althergebrachten Routen folgt. Einige Radwege führen entlang still gelegter Bahntrassen – allerdings vorwiegend in Norditalien. Süditalien wird von den wenigsten Wanderern in Erwägung gezogen, obwohl sich hier tolle Landschaften und Möglichkeiten bieten; insbesondere ausserhalb der Saison.

Infos über die Fernwanderwege und deren Eignung für Radfahrer oder Reiter finden sich auf der offiziellen italienischen Webseite zum Thema – immerhin in englischer Sprache: Zur Webseite. Allerdings sind in diesem Verzeichnis nicht alle Fernwanderwege genannt. Meine Übersicht hier soll bei der Orienierung und Auswahl helfen – ich habe auch einige Routen gelistet, die auf der italienischen Seite nicht auffindbar sind.

Ganz Italien zu durchwandern, das ist ebenfalls möglich. Der Club Alpino Italiano hat eine solche Route ausgearbeitet (der Sentiero Italia), aber beim CAI finden sich sehr viele Empfehlungen für Wanderrouten und auch die Wege sind häufig mit den CAI-Routen gekennzeichnet. Diese Wege sind an rot-weissen Markierungen und einer Nummer für den Weg zu erkennen. Es gibt vom CAI auch eine App, die in englischer Sprache verfügbar ist: Zur CAI Wanderwege-App.

Neben den CAI-Wanderwegen finden sich aber auch zahllose Weitwanderwege, die auch in einzelnen Teilen oder Etappen erwandert oder mit dem Fahrrad erkundet werden können. Im Folgenden finden sich eine ganze Reihe an Fern- oder Weitwanderwegen in Italien – von Nord bis Süd und in allen Regionen des Landes.

In den abgelegeneren Wandergebieten ist ein Wanderführer oder ein lokaler Guide sinnvoll. Die Wege sind in Italien manchmal nicht sonderlich gut ausgeschildert, man verläuft sich schneller als man meint. Hier und da sind die Wege auch den Naturgewalten ausgesetzt und schnell kann ein starker Regen oder andere Naturereignisse den Weg schwer machen oder man erkennt den Weg kaum noch.

Via Alpina

Norditalien: Alle Alpenregionen

5.000 km, die Via Alpina ist wohl der längste Fernwanderweg durch die Alpen. Da es sich um einen europäischen Fernwanderweg handelt, führen die Routen auch durch Österreich, die Schweiz, Slovenien und andere Länder. In Italien kann man alle Alpenregionen des Landes auf der Via Alpine zu Fuß erleben, er umfasst die Regionen Friaul-Julisch-Venetien, Ligurien, Lombardei, Piemont, Trentino-Südtirol, Aostatal und Venetien. Für Radfahrer ist der Weg nicht geeignet. Im Winter ist der Weg nicht begehbar. Es gibt unterschiedliche Routen, auf denen man wandern kann und die Wege stellen keinen allzu hohen Anspruch, so dass sie für alle Wanderer geeignet sind.

Romea Strata

Nordosten: Venetien und Friaul-Julisch Venetien

1.300 km, Fernwanderweg durch den Nordosten Italiens mit Venetien und Friaul-Julisch Venetien. Der Weg ist für Wanderer geeignet – für Radfahrer sind nur einige Abschnitte verfügbar. Der Weg führt entlang historischer Straßensysteme und mündet in der Via Francigena, über die man noch weiter wandern kann. Padua, Venedig, Tolmezzo, Aquileia, die Villen Palladios, Pistoia, Schio und Vicenza sowie Rovereto sind nur einige der Highlights auf diesem historisch inspirierten Fernwanderweg.

Via Claudia Augusta

Norditalien: Lombardei, Trentino-Südtirol und Venetien

600 km für Wanderer, 700 km für Radfahrer, der Weg entlang antiker römischer Straßen führt in Italien durch die Lombardei, Trentino-Südtirol und Venetien. Die ehemals römischen Straßen boten einst eine antike Alpenüberquerung und dementsprechend gehören zur Via Claudia Augusta auch die Länder Österreich und Deutschland. Die Route führt über asphaltierte oder geschotterte Radwege und ruhige Nebenstraßen und ist vor allem für Radfahrer gut geeignet. Zur Überwindung der Pässe stehen Shuttles zur Verfügung (vom 01. Mai bis zum 06. Oktober).

Sentiero della Pace (Friedensweg)

Norditalien: Trentino-Südtirol, Lombardei, Venetien

570 km, Fernwanderweg durch die Regionen Trentino-Südtirol, Lombardei und Venetien. Der Fernwanderweg führt entlang alter Militärrouten aus dem ersten Weltkrieg durch die Alpen im Norden Italiens. Entlang der Route liegen viele Seen wie der Gardasee oder der Caldonazzosee.

Via degli Abati (Abati=Abteien)

Norditalien / Mittelitalien: Emilia-Romagna, Lombardei, Toskana

190 km, Fernwanderweg durch die Emilia-Romagna, Lombardei und Toskana von Pavia bis Pontremoli. Der Weg führt durch den toskanisch-emilianischen Apennin und trifft auf den Fernwanderweg Via Fancigena, auf dem man nach Lucca in der Toskan oder nach Rom weiter wandern kann. Der Weg wurde bereits im 7ten Jahrhundert genutzt. Entlang der Strecke liegen zahlreiche historische Dörfer wie das schöne Bobbio. Er eignet sich für Wanderer, Radfahrer oder Reiter.

Wandern-Radfahren-Weinbaugebiete

CAI-Kennzeichnung-Wanderwege-rot-weiss

Wandern-Radfahren-Wald

Sentiero dell'Amore oder Via dell'Amore (Cinque Terre)

Norditalien: Ligurien

Der Sentiero dell'Amore in Ligurien ist berühmt. Von Riomaggiore bis Manarola und weiter nach Corniglia sowie Vernazza und Monterosso führt er entlang der Küste Liguriens durch die schönsten Küstenstreifen des Nationalparks Cinque Terre. Weite Teile des Weges sind sehr einfach zu bewältigen; nur der Abschnitt von Vernazza nach Monterosso ist ein schwerer zu bewältigender Pfad. Der Weg ist voraussichtlich bis 2023 von Riomaggiore bis nach Corniglia wegen eines Erdrutsches geschlossen.

Alta Via dei Monti Liguri

Norditalien: Ligurien

440 km, von Ventimiglia nach Ceparana durch die Berge Liguriens. Teile des Weges sind auch unter dem Namen Alta Via delle Cinque Terre bekannt. Der Weg ist für Wanderer und Radfahrer sowie für Reiter geeignet. In 43 Etappen führt die Strecke entlang der Berge Liguriens von Ost nach West oder umgekehrt. Die Küste ist in weiten Teilen relativ nahe gelegen, so dass man stets kleinere Abweichungen oder Variationen zu den Stränden und Küstenorten der Region einbauen kann.

Jakobsweg

Norditalien: Südtirol

130 km, dieser Fernwanderweg durchquert Südtirol von Osten nach Westen und er führt weiter nach Österreich. Er eignet sich für Wanderer, insbesondere aber auch für Radfahrer. Die Route verläuft zum größten Teil auf den Radwegen Südtirols – durch das Pustertal, Eisacktal und bis zum Brenner-Pass. Der religiös geprägte Weg führt auch an zahlreichen religiösen Stätten vorbei. Highlights wie Meran, Bozen, Brixen, Bruneck liegen entlang der Strecke durch die ausgedehnten Alpentäler Südtirols. Allzu hoch hinaus geht es auf diesem Weg nicht.

Etschtal, Eisacktal und Valsugana

Norditalien: Trentino-Südtirol

Entlang der Flüsse Etsch, Eisack und Brenta (Valsugana) verlaufen sehr gut ausgebaute Radwege, die auch für das Rennrad oder ein E-Bike bestens geeignet sind. Im Eisacktal führt die Strecke entlang einer still gelegten Bahntrasse der Brennerbahn. Auch im Sarcatal am Nordende des Gardasees finden sich solche sehr gut ausgebauten Radwege. Ein Paradies für Mountainbiker findet sich in den Gardaseebergen und rund um das Ledrotal sowie das Valle del Chiese mit dem Idrosee. Entlang des Flusses Chiese gibt es außerdem zusätzlich einen gut ausgebauten und asphaltierten Radweg.

Dolomiten-Radweg (Lunga Via delle Dolomiti)

Norditalien: Südtirol

61 km, der Radweg Ciclabile delle Dolomiti oder Lunga Via delle Dolomiti verläuft entlang einer stillgelegten Bahntrasse der Dolomitenbahn. Von Toblach im Pustertal führt der Weg nach Cortina D'Ampezzo – einem äusserst beliebten Wintersportort in Italien – und weiter nach Calalzo di Cadore. Der Toblacher See, die drei Zinnen beziehungsweise der Naturpark drei Zinnen, die Ampezzaner Dolomiten und andere Schönheiten der Alpen liegen auf der Strecke. Für Rennräder ist die Strecke nicht gut geeignet, da Teile über Naturstraßen führen. Teile des Radweges werden ausserdem im Winter gesperrt und als Langlaufloipe verwendet.

Cammino delle Pievi in Carnia

Norditalien: Friaul-Julisch Venetien

279 km, von Imponzo di Tolmezzo bis Zuglio führt dieser Weg (Kirchenweg) entlang verschiedener Kirchen in einer Runde durch die karnischen Alpen und die karnischen Voralpen. Ein Infozentrum steht in Cjase Emmaus / Imponzo di Tolmezzo zur Verfügung. Der Weg orientiert sich an historischen Wegestrecken.

Alpe Adria Radweg (Ciclovia Alpe Adria)

Norditalien: Friaul-Julisch Venetien

410 km insgesamt, dieser Radweg startet in Salzburg und führt durch die Alpen bis nach Grado an der Adriaküste. Die Strecke bringt einem nach Villach, Tarvis, Venzone, Udine und dann nach Grado. Der Weg ist sehr gut ausgebaut, teils geht es auf stillgelegten Bahntrassen enlang. Auf dem Weg liegen zahlreiche touristisch interessante Ziele und Orte, die Regionen sind gut erschlossen. So kann man die Strecke ganz individuell planen. Der Radweg wird gerne als Transalp-Route mit verhältnismässig geringem Anspruch an Kondition und technisches Können bezeichnet und ist daher beliebt.

Appennino Bike Tour

Mittelitalien und Süditalien

2.600 km für Radfahrer durch die Berge des Apennin: Diese richtig große Strecke ist nicht historisch oder religiös geprägt – sie ist erst in den letzten Jahren entstanden. Die Strecke führt von Norditalien bis in den äussersten Süden nach Sizilien. Eine Traumstrecke für Radfahrer und ein Projekt rund um nachhaltigen Tourismus in Italien. Dieser Radweg bringt einem auch zu weniger touristischen Orten und zeigt Italien in seiner ganzen Schönheit und Vielfalt. Berge, Ebenen, Seen, Nationalparks, hübsche und historische Ortschaften – links und rechts des langen Weges gibt es sehr viel zu sehen und zu erleben.

Via Francigena

Norditalien und Mittelitalien

1043 km, Fernwanderweg von Canterbury bis Rom, über England, Frankreich, die Schweiz nach Italien und vom Aostatal, Piemont, Lombardei, Emilia-Romagna, Ligurien, die Toskana ins Latium und nach Rom. Die Wege sind gut zugänglich, für Radfahrer genauso wie für Wanderer geeignet und folgen Landstraßen, Nebenstraßen und Saumpfade. Pilger geniessen Vorteile bei der Bahn in Italien, bei der Post und auch bei Unterkünften entlang der Strecke. Von Oktober bis Mai ist die Strecke über den Sankt Bernhard geschlossen.

Etschtal-Radweg

Biotop-Italien

Drei-Zinnen-Wandern

Via Romea Germanica

Norditalien und Mittelitalien

987 km, Fernwanderweg vom Norden Deutschlands bis nach Rom, der Weg kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigt werden. Der Weg beginnt in Stade und führt in Italien vom Brennerpass über Padua und Ravenna bis nach Rom. Die Strecke wurde bereits im 13ten Jahrhundert genutzt und steht sowohl als Wanderweg als auch als Radweg zur Verfügung. Der Pilgerverein Via Romea bietet ein Unterkunftsverzeichnis und andere Hilfestellungen für die Pilgerreise.

Franziskusweg

Mittelitalien: Toskana und Latium

500 km von Florenz nach Assisi und von Assisi nach Rom; für Radfahrer, Wanderer und Reiter geeignet. Der Weg führt durch die Toskana, Umbrien und in die Region Latium (Rom). Entlang des Weges liegen zahlreiche Klöster und Einsiedeleien, mittelalterliche Dörfer und Hügel oder Berge bis auf ca. 1.200 Meter hinauf.

Cammino di San Tommaso

Mittelitalien: Latium und Abruzzen

311 km, vom Petersdom nach Ortona an der Adriaküste in der Region Abruzzen führt dieser Wanderweg, Radweg (für Mountainbiker) und Reitweg von Osten nach Westen und damit einmal quer durch Mittelitalien. Auf dem Weg liegen die Berge des Apennin mit mehreren Natursschutzgebieten und dem Nationalpark Gran Sasso e Monti della Laga und die weniger bekannten Regionen des Latium. In den Höhenlagen der Berge liegt von November bis Februar Schnee. Der Weg hat sich dem Slow Tourism und Erlebnistourimus verschrieben - er führt vorwiegend über kleine Dörfer, die weitab des Massentourismus liegen.

Via di San Benedetto

Mittelitalien: Latium und Umbrien

300 km, vom umbrischen Norcia nach Montecassino im Latium führt dieser Fernwanderweg, Reitweg und Fernradweg über den Apennin und die Bergwelt Mittelitaliens. Eine Besonderheit des Weges besteht in der Möglichkeit, Teilstrecken mit dem Kanu zurück zu legen. Die Streckenführung verläuft entlang abgelegener Straßen, Forststraßen und ähnlichen Wegen. Teile des Weges sind im Winter eingeschneit, so dass die Monate von April bis Oktober empfehlenswert sind.

Via Lauretana

Mittelitalien: Umbrien und Marken

137 km, von Assisi in Umbrien bis nach Loreto in den Marken. Von den Bergen des Apennin durch die herrliche Hügellandschaft der Marken bis zur Adriaküste – eine herrliche Route mit vielen historischen Ortschaften und Naturparks. Teile der Strecke eignen sich auch hervorragen für Familien mit kleinen Kindern; beispielsweise rund um die Ricciano-Ebene.

Viaggio della Storia d'Abruzzo

Mittelitalien: Abruzzen

330 km, im Prinzip handelt es sich hier nicht um einen Wander- oder Radweg, sondern um mehrere Wanderwege und Radwege, die zum Thema 'Reise durch die Geschichte der Abruzzen' zusammen gefasst sind und einem in die Bergwelt des Apennin mit mittelalterlichen Dörfchen, grünen Wiesen und tollen Ausblicken führen. Alle Wege sind zum Wandern oder mit dem Fahrrad machbar. Teilweise sind einige Strecken auch für Pferde geeignet. 260 Sehenswürdigkeiten aus unterschiedlichen Epochen und 40 Gemeinden liegen entlang der Wege. Diese führen Wanderer oder Radfahrer durch Täler wie das Peligna-Tal oder entlang archäologischer Stätten, in den Sirente-Velino-Nationalpark, zum Nationalpark Grand Sasso e Monti della Laga, Nationalpark Majella, die Schluchten von San Venanzio, das Navelli-Plateau oder das Tirinotal und zu vielen weiteren spannenden Zielen.

Tratturo Magno

Mittelitalien und Süditlien: Abruzzen, Molise, Apulien

244 km, ein Wanderweg entlang der Pfade für die Schafsherden Süditaliens - durch die Region Abruzzen, Molise und Apulien. Auf wunderschönen Wegen durch die Natur geht es von L'Aquila über Chieti in Richtung Vasto an der Adriaküste und weiter über Montesecco nach Foggia. Entlang des Weges liegen zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie Krichen, Garbungsstätten, Höhhlen, Kläster, Palazzi, alte Dörfer und traumhafte Landschaften sowie Naturschutzgebiete.

Alta Via dei Monti Lattari

Süditalien: Kampanien

24 km für Abschnitt 1 und 47 km für Abschnitt 2, dieser Weg ist überraschend, denn der sehr bekannte Sentiero degli Dei entlang der Amalfiküste in Kampanien ist nur ein Teilabschnitt der gesamten Route, die durch Weinberge, Olivenhaine, entlang steiler Pfade und Treppenwege führt. Highlights finden sich in tollen Blicken über das Meer bis zum Golf von Neapel oder zur Insel Capri. Der Wanderweg ist anstrengend und ist für erfahrene Bergwanderer oder Mountainbiker geeignet.

Wandergebiet-Huegellandschaft-Italien

Wandergebiet-Berge-und-Seen

Küstenwanderung

Cammino di San Francesco di Paola

Süditalien: Kalabrien

117 km, dieser Weg besteht eigentlich aus zwei Wegen – der Via del Giovane und der Via dell'Eremita. Der Weg findet sich in Kalabrien und ist religiös inspiriert, ist aber auch dem nachhaltigen Tourismus gewidmet. Von San Marco Argentano geht es über Cerzeto und Bosco Cinquemiglia nach Paola (Via del Giovane) und von Paola nach San Fili, Cerisano und Paterno Calabro (Via dell'Eremita). Dieser Weg führt über Bergkämme mit Quellen; auf Forstwegen, Nebenstraßen und anderen relativ bequemen Wegen. Für Radfahrer ist die Route auch geeignet, das Gleiche gilt für Reiter. Ein Rennrad wäre hier aber nicht das Richtige; mit dem Trekkingrad oder MTB kommt man aber gut über die Strecke.

Trekking del Santo / Cammino di S. Nicolò Politi

Süditalien: Sizilien

100 km, dieser Wanderweg auf Sizilien ist für Reiter, Radfahrer und Wanderer geeignet. Er rekonstruiert die Reise des Einsiedlers San Nicolò Politi vom Ätna bis zum Parco dei Nebrodi im Osten Siziliens. Die Strecke ist auf befestigten und unbefestigen Wegen anspruchsvoll – eine Unterkunft ist nicht immer gewährleistet, so dass eine Campingausrüstung benötigt wird.

Sentiero dell'Inglese

Süditalien: Kalabrien

133 km, diese Wanderroute im äussersten Süden des italienischen Festlands in Kalabrien führt durch den Nationalpark Aspromonte bei Reggio Calabria. Das Gelände hier ist nicht ganz einfach, es geht durch die Berge und wer den ganzen Weg gehen will, sollte etwa 7 Tage dafür einplanen und eine Campingausrüstung dabei haben. Wanderer werden dafür mit tollen Blicken auf das ionische wie auch auf das thyrrenische Meer belohnt, denn die beiden Meere umschliessen den Gebirgszug Aspromonte.

Cammino Materano

Süditalien: Molise, Apulien, Basilikata, Kampanien

ca. 1.100 km, eher selten wird dieses Netz aus mehreren Weitwanderwegen mit in die Liste der Wandertouren durch Italien aufgenommen, obwohl es sich um ein großes Wandergebiet in Süditalien handelt. Molise, Apulien, die Basilikata und Kampanien kann hier zu Fuß erkunden. Der Cammino Materano setzt sich aus mehreren einzelnen Weitwanderwegen zusammen, die sich in Matera treffen: Via Peucata (170 km) von Bari nach Matera, Via Sveva von Trani nach Matera (210 km), Via Ellenica von Brindisi nach Matera (ca. 180 km), Via Dauna von Termoli nach Matera (ca. 290 km), Via Licana von Paestum nach Matera (ca. 250 km). Die bedeutendste Route is die Via Peucata, die entlang vieler Sehenswürdigkeiten und Ortschaften wie Ostuni in Apulien bis nach Matera führt. Insbesondere von Trani, Bari und Brindisi nach Matera liegen keine nennenswerten Gebirge oder Hochgebirgsregionen auf dem Weg. Von Paestum aus geht es durch Gebirge, von Termoli ebenfalls – aber nicht sehr hoch.

Sentiero del Brigante

Süditalien: Kalabrien

140 km, dieser äusserst romantische Fernwanderweg, Radweg oder Reitweg führt in die Gebirgsregionen Kalabriens. Im Gegensatz zu vielen anderen Langstrecken handelt es sich hierbei nicht um einen Pilgerweg oder einen religiösen Hintergrund. Vielmehr ist dieser Wanderweg der Natur und Kultur der weniger stark besuchten Regionen Kalabriens gewidmet. Die Route führt entlang der Wege ehemaliger Räuber und Banditen, die entlang der Bergkämme des Apennin schwer auffindbar waren. Eine gute Planung ist hier wichtig, denn die Region ist einsam und nicht immer findet sich hier eine Übernachtungsmöglichkeit. Der Weg führt von Gambarie nach Stilo. Wanderer und Radfahrer oder Reiter werden hier mit Wäldern, Bächen, Wasserfällen, mediterraner und alpiner Landschaft, historischen Gebäuden und Dörfern und echter Authentizität belohnt.

Weitere Wanderrouten oder Radrouten in Italien

Unter den zahllosen Wanderwegen, Radwegen oder Reitwegen in Italien stechen einige weitere hervor: Cammino Ibleo auf Sizilien, Cammino delle Chiese Rupestri e della Murgia Materana in Süditalien, Cammino di San Vicino in der Emilia-Romagna, Dürerweg (Sentiero del Dürer) in Südtirol, Cammino di San Francesco von Rimini nach la Verna in der Emilia-Romagna und der Cammino di Dante von Ravenna nach Florenz über den emilianisch-toskanischen Apennin. Der Cammino Celeste durchquert die Region Friaul-Julisch Venetien von Nord bis Süd; von den Bergen der Alpen bis an die Küste.

Der Weg Cammino Francenscano della Marca führt durch die schöne Region Marken. Die Ledro Alp Treks begleiten via Mountainbike oder zu Fuß durch die Gardaseeberge im Trentino und ebenfalls im Trentino sowie Südtirol findet sich der Weitwanderweg Via Vigilius mit rund 109 km über die Berge der Alpen. Rund um die Brentagruppe findet sich die Sentiero San Vili, der ebenfalls mit dem Fahrrad oder zu Fuß von Interesse ist.

In Umbrien wandert man auf der Via Amerina (Cammino della Luce) von Perugia nach Assisi. Der Fernwanderweg oder Pilgerweg Cammino dei Protomartiri Francescani führt ebenfalls durch das grüne Herz Italiens: Umbrien. Die antike Straße Via Priula erschließt Bergamo, Brescia, Como, Cremona, Lecco, Mantua, Mailand, Monza, Pavia, Sondrio und Varese sowie die Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten dazwischen.

Die Strada degli Etruschi oder Via degli Etruschi führt über die Insel Elba und in die südliche Toskana. Im Piemont und in der Lombardei findet sich der Weg Cammino dei Sacri Monti (Weg der heiligen Berge). Tatsächlich handelt es sich um eine Gruppe von Kirchlien und anderen Gebäuden, die aus dem 16ten und 17ten Jahrhundert stammen und sich mit dem Glauben beschäftigen. Die meisterhaften Bauwerke der Sacri Monti gehören zum UNESCO Weltkulturerbe.

Ein ganz besonderer Ausnahmefall sind die Vie del Giubileo (Jubiläumswege), die sich ausschliesslich mit der Stadt Rom und kulturellen Themen beschäftigen. Die ausgearbeiteten Routen führen durch die Gärten Roms, entlang von Äquadukten und Brunnen, durch verschieden Epochen oder Gemäldesammlungen. Für Rom-Besucher findet sich garantiert ein passendes Thema – auch wenn das nicht den üblichen Vorstellungen eines Wanderweges entspricht. Details finden sich auf der Webseite der Via del Giubileo: Zur Webseite.

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