Michelangelo

Michelangelo (mit vollständigem Namen Michelangelo di Lodovico Buonarroti Simoni) war ein Maler, Bildhauer, Architekt und auch Dichter der Renaissance in Italien. Werke wie seine David-Statue oder das Gemälde 'Die Erschaffung Adams' in der Sixtinischen Kapelle oder der Bau der Kuppel des Petersdomes sind Meisterwerke der italienischen Renaissance.

Michelangelo-Statue

Michelangelo

Michelangelo (mit vollständigem Namen Michelangelo di Lodovico Buonarroti Simoni) war ein Maler, Bildhauer, Architekt und auch Dichter der Renaissance in Italien. Werke wie seine David-Statue oder das Gemälde 'Die Erschaffung Adams' in der Sixtinischen Kapelle oder der Bau der Kuppel des Petersdomes sind Meisterwerke der italienischen Renaissance.

Michelangelo-Statue

Michelangelo

Michelangelo (mit vollständigem Namen Michelangelo di Lodovico Buonarroti Simoni) war ein Maler, Bildhauer, Architekt und auch Dichter der Renaissance in Italien. Werke wie seine David-Statue oder das Gemälde 'Die Erschaffung Adams' in der Sixtinischen Kapelle oder der Bau der Kuppel des Petersdomes sind Meisterwerke der italienischen Renaissance.

Michelangelo-Statue

Michelangelo war einer der größten Künstler der italienischen Renaissance beziehungsweise Hochrenaissance - seinen Namen kennt man in der ganzen Welt. Er war Bildhauer, Maler, Architekt und Dichter. Die Bildhauerei aber betrachtete er als seine wichtigste Berufung. Er wurde im Jahr 1475 in Caprese in der Toskana geboren und starb im Jahr 1564 in Rom. Seine meisterhaften Darstellungen - menschliche Körper in Perfektion und die unvergleichliche Bearbeitung von Marmor - brachten ihm Ruhm ein. Seine bekanntesten Werke wie die David-Statue, Wandmalereien in der Sixtinischen Kapelle in Rom mit dem Bildnis 'Die Erschaffung Adams' oder seine Arbeit als Baumeister des Petersdoms in Rom sind unvergessen geblieben. Schon zu Lebzeiten hiess er 'Il Divino' - Der Göttliche

Michelangelo: Kunstgeschichtliche Einordnung

Warum war Michelangelo Buonarotti so besonders?

Michelangelo gehört wohl zu den bekanntesten alten Meistern Italiens. Doch wer war Michelangelo? Was macht Michelangelo so besonders, dass man sich mit ihm beschäftigen sollte? Wir gehen diesen Fragen auf die Spur.

Der Wille und das riesige Talent Michelangelos zeigte sich schon in Kindertagen, er wollte schon immer Künstler werden - gegen den Willen seines Vaters Lodovico di Leonardo Buonarroti Simoni. Er setzte sich aber gegen den Vater durch und wurde so mit nur 13 Jahren ein Schüler bei Domenico Ghirlandaio - einem ausgezeichneten Künstler der damaligen Zeit. Im Jahr 1489 trägt er sich zeitgleich zur Ausbildung bei Ghirlandaio in die Kunstschule von Lorenzo il Magnifico ein. Der dort tätige Bertoldo di Giovanni war selbst einst ein Schüler des grossartigen Bildhauers Donatello und ein Meister der Bildhauerei. Schon mit 16 entstand das Marmorrelief 'Kentaurenschlacht'. Michelangelos großes Talent sprach sich herum und so fand er wichtige Unterstützung, ohne die seine Karriere nicht möglich gewesen wäre: Lorenzo de’ Medici aus der Familie der Medici förderte ihn in den ersten Jahren seines Schaffens - allerdings nur bis zur Vertreibung der Medici aus Florenz.

Den überlieferten Dokumenten zufolge war Michelangelo nicht nur äusserst talentiert. Seine Wissbegier und sein Streben nach Perfektion muss enorm gewesen sein. Kein anderer zuvor studierte den menschlichen Körper so intensiv, er sezierte trotz Verbots sogar Leichen, um die menschliche Anatomie besser zu verstehen. Seine Vorbilder entsprechen voll dem Zeitgeist der Renaissance: Die Kunstwerke aus der griechisch-römischen Antike stellen häufig Menschen dar, oft auch als Akt. Michelangelo in seinem unermüdlichen Streben aber übertraf seine antiken Vorbilder bei Weitem. Niemandem sonst gelangen so gut ausgearbeitete Werke, naturnah - in technischer Brillanz und mit allerfeinsten Details. Seine Marmorstatuen sind auch deshalb ungewöhnlich meisterhaft, weil er sich für die Materialauswahl sehr viel Zeit nahm. Diese gezielte Auswahl und sein großes Können ermöglichte ihm die Erschaffung von kolossalen Statuen wie der berühmten David-Statue in riesiger Größe: 5 Meter groß ist sein David und mehrere andere Künstler scheiterten vorher an dieser Aufgabenstellung.

Michelangelo machte das bisher für unmöglich gehaltene möglich. Der Ausdruck der Körperhaltung und der Gesichter, die natürliche Darstellung menschlicher Körper und von voluminös fliessenden Kleidungsstücken der Figuren in seinen Bildern und in seiner Bildhauerei waren einzigartig. Sie brachten ihm viel Aufmerksamkeit, auch aus Rom und so erhielt er im Laufe der Jahre viele bedeutende Aufträge wie die Wandmalerei in der Sixtinischen Kapelle, die Gestaltung von Grabmälern der Familie Medici bis hin zur Bauleitung des Petersdomes. In seinen Werken zeigt sich darüber hinaus auch eine große geistige Leistung, denn die Konzeption seiner Werke ist ebenfalls beeindruckend.

Kunstgeschichte-Michelangelo-Einordnung-Renaissance

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Michelangelo in Rom: Die Erschaffung Adams

Michelangelos 'Erschaffung Adams' ist das zentrale Meisterwerk der Decken- und Wandmalereien Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle in Rom. Der Ausschnitt aus dem Gesamtwerk ist Teil eines Zyklus mit neun Einzelfresken wie die 'Erschaffung Evas', 'Der Sündenfall' und 'Die Vertreibung aus dem Paradies'. Das Bildnis zeigt den Gottvater, der den Lebensfunken auf Adam überspringen lässt. Als Kunstdruck ist das Motiv äusserst beliebt und oft werden dabei nur die sich fast berührenden Hände dargestellt. Die Malereien in der Sixtinischen Kapelle zeigen einen Höhepunkt der Fähigkeiten von Michelangelo.

Michelangelo-David-Statue

Michelangelo: David

Die David-Statue oder David-Skulptur von Michelangelo wurde aus einem einzigen riesigen Marmorblock gehauen. Andere Bildhauer hatten sich daran versucht und waren gescheitert; Michelangelo aber gelang das unmöglich Erscheinende. Die Ausfühung ist kolossal: 5,17 Meter hoch und rund sechs Tonnen schwer steht das Original heute in der Galleria dell'Accademia in Florenz. Die Abbildung hier zeigt eine Kopie auf der Piazza della Signoria in Florenz. Hier war die Statue ursprünglich aufgestellt, über den Ort entschied ein Gremium, dem auch Botticelli angehörte.

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Jüngstes Gericht in der Sixtinschen Kapelle

Jahre nach den ersten Arbeiten in der Sixtinischen Kapelle arbeitete Michelangelo erneut dort. Papst Clemens zwang ihn förmlich, die Frontwand über dem Altar zu bemalen. Das jüngste Gericht mit dem Welttrichter im Mittelpunkt des Bildes entstand. Die blaue Farbe war kostspielig und Michelangelo arbeitete rund sieben Jahre lang an diesem zentralen Meisterwerk seines Schaffens. Er durfte das Werk nicht signieren und trickste dennoch sein Konterfei in das Bild. Es gilt als eines der teuersten Werke der Welt. Bezahlbar war das wohl nur durch den großen Reichtum der katholischen Kirche.

Leben und Werke Michelangelos

Michelangelos junge Jahre

Geboren wird Michelangelo am 06. März 1475 in der Toskana, in Caprese. Seine Eltern sind Ludovico di Lionardo di Buonarroti Simoni (1444-1534) - ein Beamter - und Francesca di Neri di Miniato del Sera (1456-1481). Michelangelo wächst mit vier Brüdern auf, eine wichtige Rolle spielt seine Amme, die die Frau eines Steinmetzes ist. Michelangelos Mutter starb, der Vater heiratete neu. Standesgemäss sollte Michelangelo in die Fussstapfen seines Vaters treten und Michelangelo war ein schwieriger Schüler. Entgegen des Willens des Vaters ging er aber dann doch in die Lehre bei Davide und Domenico Ghirlandaio - einem etablierten Bildhauer in dieser Zeit - im Alter von nur 13 Jahren.

Schon ein Jahr später besucht er zusätzlich die Kunstschule des Bertoldo di Giovanni - einer Schule des einflussreichen Lorenzo de'Medici. Lorenzo de'Medici wurde im weiteren Verlauf auch sein Gönner und Förderer. Im Jahr 1494 flieht Michelangelo nach Bologna, nachdem sein Förderer verstorben war und sich die Vertreibung der Medici aus Florenz abzeichnete. In den Jahren zuvor studiert er den menschlichen Körper, auch in dem er Leichen seziert (obwohl dies verboten war). Dort schuf er für das Grabmal Arca di San Domenico in der Domenikus-Basilika Bologna die Statuetten des Petronius und des Heiligen Proculus von Puteoli, die als Vorarbeit zum späteren David gewertet werden. In Florenz fand er in Perfrancesco di Medici einen neuen Gönner und kehrte wieder zurück. In dieser Zeit entstand eine Statue des jungen Heiligen Johannes und ein schlafender Cupido (Amor), der ihn nach Rom brachte.

Michelangelos Pietà oder wie Michelangelo berühmt wurde

Im Jahr 1496 kam Michelangelo in Rom an. Er schuf eine Bacchus-Statue nach Vorbild der Antike, der heute im Bargello-Museum in Florenz steht. Dank der Gunst eines Kardinals wurde er ausserdem mit einem seiner wichtigsten frühen Werke beauftragt: Der Pietà für den Petersdom im Vatikan. Die Pietà entstand in den Jahren 1498/1499 und es handelt sich um die einzige Statue, die er selbst signierte - sie wurde wohl einem anderen Künstler zugeschrieben, was aus seiner Sicht eine Signatur rechtfertigte. Michelangelo schafft in diesem Meisterwerk eine gekonnte Verbindung aus Anmut, Schönheit und Religion. Das Kunstwerk war umstritten: Eine nach Meinung vieler geistlicher und Gläubiger eine viel zu junge und viel zu schöne Jungfrau Maria mit dem etwa 30jährigen Jesus auf dem Schoss; das war aus Sicht der Allermeisten unfassbar unanständig. Auch seine Signatur sorgte für Wogen: Wie konnte ein Künstler religiöser Kunst es wagen, sein Werk so offenkundig zu signieren? Die Souvenirverkäufer, die es schon damals gab, verkauften in Massen Kupferstiche des Werks, so dass die Pilger 'den Skandal' mit nach Hause nehmen konnten. So wurde Michelangelo mit seiner Provokation innerhalb weniger Wochen europaweit berühmt. Seine weltweite Berühmtheit ist also der Tatsache zu verdanken, dass er sich über bestehende Konventionen und gesellschaftliche Auffassungen einfach hinweg setzte. Ihm und der katholischen Kirche gelang mit der Pietà ein Geniestreich in Sachen Publikumswirksamkeit.

Michelangelos David-Statue

Nach 5 Jahren - im Jahr 1501 kam Michelangelo nach Florenz zurück. Sein Vater hatte sein Amt verloren - er stütze nun die Familie finanziell. Im Auftrag von Kardinal Francecso Piccolomini sollte er eine Grabstätte mit 15 Figuren ausstatten - für die Kathedrale von Siena. Fertig wurden allerdings nur vier dieser Figuren, denn aus Florenz kam eine für ihn deutlich wichtigere Herausforderung: Die Herstellung einer kolossal großen David-Statue. Die Statue entstand aus einem einzigen Marmorstück - das Meisterstück brachte ihm erneut viel Aufmerksamkeit und Ruhm angesichts der großen handwerklichen Kunst ein. Präzise, voll kraftvollen Ausdrucks zeigt sie einen nackten David mit Lorbeerkranz, bevor er gegen Goliath antritt. Es handelte sich um die größte Statue dieser Art seit der Antike. Ein Gremium beschliesst, die Statue auf der Piazza Signoria in Florenz aufzustellen - im Gremium wirkt auch Sandro Botticelli in seinen letzten Lebensjahren mit. Heute steht an dieser Stelle eine Replik, das Original der David-Statue aus weissem Carrara-Marmor steht in der Accademia delle Belle Arti in Florenz. Die David-Statue entstand in den Jahre 1501 bis 1504.

Das Julius-Grabmal: Moses und die Sklaven

Im Jahr 1505 wird Michelangelo wieder nach Rom gerufen - er soll eine Grabstätte im Petersdom für Papst Julius II errichten. Er verbringt viel Zeit mit der Auswahl der Marmorblöcke und während er damit beschäftigt ist, wird Papst Julius vom Dombaumeister Baumeister Donato Bramante beeinflusst und ist zudem in Kriegshandlungen verwickelt. Das Grabmal wird deshalb erst im Jahr 1545 vollendet und das in stark vereinfachter Form. In den Jahren zwischen 1513 und 1516 schuf Michelangelo für das Julius-Grabmal den 'Gefesselten Sklaven', den 'Sterbenden Sklaven' und den eindrucksvollen 'Moses'.

Sixtinische Kapelle und 'Erschaffung Adams'

Von 1508 bis 1512 wird Michelangelo mit einem gigantischen Vorhaben beauftragt: Er soll das Deckengewölbe der Sixtinischen Kapelle in Rom bemalen. Das Deckenfresko beschäftigt sich mit der Schöpfungsgeschichte, Michelangelo fertigte für das riesige Vorhaben mehr als 200 Vorstudien an, entwickelte ein Gerüst für die Arbeiten, das Fresko besteht insgesamt aus 300 Figuren. Rundum sind Sibyllen aus der griechischen und römischen Antike zu sehen, zentraler Bestandteil sind die Gemälde der Schöpfungsgeschichte. Das berühmteste ist die 'Erschaffung Adams', weitere finden sich in der 'Erschaffung Evas', 'die Vertreibung aus dem Paradies' und mehr. Die Erschaffung Adams ist eines seiner Spitzenwerke, das heute weltweit als Kunstdruck in vielen Häusern und Wohnungen zu finden ist.

Sixtinische Kapelle, 'Das jüngste Gericht' und der Petersdom

Michelangelo und der Petersdom in Rom: 1535 wird Michelangelos Karriere gekrönt, indem er von Papst Paul III. zum Dombaumeister des Petersdomes ernannt wird. Für die Sixtinische Kapelle erschafft er das Werk 'Das jüngste Gericht'. Wiederholt ist seine Arbeit skandalträchtig, das Gemälde ist voller Akte. Im Jahr 1564 wird sogar beschlossen, einige Körper zu verhüllen. Weitere Übermalungen folgten und erst im Jahr 1975 wurde das Original-Gemälde komplett restauriert. Das Fresko, das im Jahr 1541 vollendet wurde gehört zu einem der berühmtesten Bilder der Welt.

Im Jahr 1547 übernahm Michelangelo dann die Bauleitung für den neuen Petersdom. Er entwarf die riesige Kuppel, die allerdings erst nach seinem Tod im Jahr 1564 in veränderter Form fertig gestellt wurde. Er starb in Rom, wurde aber in der Kirche Santa Croce in Florenz beigesetzt. Neben den hier beschriebenen bekanntesten Werken von Michelangelo schuf er selbstverständlich noch viele weitere Werke - Gemälde wie auch Statuen und auch Gedichte. Zu seinen letzten bekannten Arbeiten als Architekt gehört die Leitung des Baus der Kirche Santa Maria degli Angeli e dei Martiri in Rom.

Michelangelo-Pieta-Petersdom

Michelangelos Durchbruch: Pietà im Petersdom

Die Pietà oder vatikanische Pietà fertigte Michelangelo für den Petersdom in Rom - im Alter von Mitte zwanzig Jahren im Jahr 1489/1499. Das Glanzstück der Bildhauerei während der Renaissance ist das einzige von Michelangelo signierte bildhauerische Werk. Es findet sich heute in der Kirche Matrice di Maria Santissima Addolorata in Soverato (Kalabrien).

Michelangelo: Video-Dokumentation

Dieses Video mit einer Dokumentation über Michelangelo und seine Werke des Bayerischen Rundfunks gibt spannende Einblicke in das Leben und Schaffen Michelangelos. 44 Minuten rund um 'Den Göttlichen', die Kunstinteressierte nicht verpassen sollten.

Michelangelo-Moses-Statue-Juliusgrabmal

Michelangelo: Moses als Teil des Julius-Grabmonumentes

Michelangelos Moses ist Teil des Julius-Grabmonumentes. Drei der Figuren aus Carrara-Marmor gehören zu den berühmtesten Skulpturen des großen Meisters: Die Moses-Statue, die sich heute in der Kirche San Pietro in Vincoli in Rom findet, sowie zwei Sklaven, die im Louvre in Paris ausgestellt sind.

Wo kann Werke von Michelangelo bewundern?

Michelangelos Werke in Florenz

Die Werke Michelangelos sind heute über die ganze Welt verstreut. Die allergrößte Zahl seiner Arbeiten aber findet sich in Florenz. Seine berühmte David-Skulptur steht im der Galleria dell'Accademia in Florenz. Beachtenswert sind in der Galleria dell'Accademia zudem die Werke 'Der Sturz des Phaeton', die 'Pietà di Palestrina', vier Skulpturen von Gefangenen von Michelangelo (unvollendete Skulpturen für das Julius-Grabmal) und auch eine unvollendete Skulptur des heiligen Matthias. Eine Kopie der David-Statue steht in Florenz öffentlich auf der Piazza della Signoria.

Ein wichtiger Anlaufpunkt auf den Spuren Michelangelos ist auch das Casa Buonarotti (Haus der Familie Buonarotti) - der ehemalige Palazzo der Familie Michelangelos, der zum Michelangelo-Museum umfunktioniert wurde. Hier finden sich Zeichnungen, Modelle, das Flachrelief 'Madonna auf der Treppe', das Hochrelief 'Zentaurenschlacht' sowie auch Werke anderer Künstler wie etwa eine Michelangelo-Büste und weitere Arbeiten, die mit Michelangelo im Zusammenhang stehen. Weiterhin hat auch das Bargello-Museum in Florenz nennenswerte Werke des Meisters ausgestellt: Ein Gipsabdruck eines frühen Werkes 'Kopf eines Fauns', eine Bacchus-Skultur, ein Marmorrundrelief namens Tondo Pitti und eine Apollo-Statue.

Im Palazzo Vecchio in Florenz findet sich zudem die Marmorstatue 'Der Sieger' und in der neuen Sakristei der Medici-Kapelle in Florenz kann man die Grabmäler der Herzöge Giovanni und Lorenzo di Piero de Medici bewundern. In den berühmten Uffizien findet sich das Werk 'Heilige Familie' (auch: Tondo Doni bzw. Doni-Rundbild), das zu seinen bekannteren Arbeiten gehört. Sein Werk als Architekt offenbart sich in Florenz in der Biblioteca Medicea Laurenziana (kurz Laurenziana), im Jahr 1523 vom Papst Clemens VII beauftragt wurde und bis zum Jahr 1560 nach Plänen Michelangelos erbaut wurde. Der italienische Stil der Hochrenaissance kommt hier sehr gut zum Ausdruck. Weiterhin ist das Dommuseum in Florenz von Interesse, denn hier findet sich die so genannten Florentiner Pietà, eine späte Skulptur Michelangelos, in der er sich angeblich selbst darstellte.

Michelangelos Werke in Rom

Neben Florenz ist auch Rom eine Stadt, in der das Schaffen Michelangelos gut nachvollziehbar ist. Seine Freksen in der Sixtinischen Kapelle mit der 'Erschaffung Adams' und dem Wandgemälde 'Jüngstes Gericht' demonstriert sein Können und auch seine provokative Malerei voller Akte in eindrucksvoller Art und Weise. Die Skulptur, mit der berühmt wurde - die römische oder vatikanische Pietà - findet sich im Petersdom in Rom. Auch der Petersdom selbst ist interessant, vor allem die riesige Kuppel wurde von Michelangelo entworfen. In der Basilica di Santa Maria sopra Minerva in Rom findet sich die Marmorstatue 'Der auferstandene Christus' und die Kirche Santa Maria degli Angeli e dei Martiri entstand auf den Ruinen der Diokletiansthermen nach Michaelangelos Plänen. Auch der Kapitolsplatz in Rom wurde von Michelangelo entworfen.

Weitere Werke von Michelangelo in Italien und der Welt

In Venedig findet sich den Gallerie dell'Accademia das Gemälde 'Der Sturz des Phaeton' und der Louvre in Paris zeigt Skulpturen, die für das Julius-Grabmal entstanden sind. In der St.-Domenikus-Basilika in Bologna ist das Grabmal Arca di San Domenico beachtenswert. Dort finden sich Statuen des Heiligen Petronius, des Heiligen Prokulus und Leuchterengel von Michelangelo. Im Kimbell Art Museum in Fort Worth, Texas, kann man 'Die Versuchung des Heiligen Antonius' bewundern. In der Moskron-Kapelle in Brügge steht die Statue 'Brügge Madonna'. Auch das Metropolitan Museum in New York hat einige Stücke aus Michelangelos Schaffen vorzuweisen wie etwa Zeichnungen zur 'Lybischen Sibylle' - einer der Figuren des Freskos der Sixtinischen Kapelle in Rom. Zu besichtigen ist in New York auch eine Cupido-Statue (Cupido=Amor) Michelangelos, die von großem Interesse ist, denn diese färbte er antik und verkaufte die Statue als antikes Werkt - ein Schwindel der aufflog, Michelangelo aber nach Rom brachte, da der Käufer (Kardinal von San Giorgio, Raffaele Riario) die Fähigkeiten des jungen Künstlers darin erkannte.

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