Giara di Gesturi

Die Giara di Gesturi Hochebene mit den Wildpferden Sardiniens: Lage, Umgebung, Aktivitäten, Reisezeit und viele weitere Informationen. Mit praktischen Karten für den schnellen Überblick.

Giara di Gesturi

Giara di Gesturi

Die Giara di Gesturi Hochebene mit den Wildpferden Sardiniens: Lage, Umgebung, Aktivitäten, Reisezeit und viele weitere Informationen. Mit praktischen Karten für den schnellen Überblick.

Giara di Gesturi

Giara di Gesturi

Die Giara di Gesturi Hochebene mit den Wildpferden Sardiniens: Lage, Umgebung, Aktivitäten, Reisezeit und viele weitere Informationen. Mit praktischen Karten für den schnellen Überblick.

Giara di Gesturi

Steckbrief Giara di Gesturi

  • Name: Giara di Gesturi.
  • Lage: Region Sardinien, Provinz Sud Sardegna im Landesinneren der Insel Sardinien.

Die Giari di Gesturi ist eine Hochebene, die im mittleren Teil Sardiniens in der Region Medio Campidano liegt. Die ausgedehnte Basaltfläche heißt eigentlich „Parco della Giara“ und ist auf mehrere Gemeinden aufgeteilt. Eine dieser Gemeinden ist Gesturi. Da die Giara von Gesturi aus gut erreichbar ist, einen großen Parkplatz mit Kiosk oben und einen hervorragenden Zugang zur Hochebene bietet, ist das Gebiet weitestgehend unter dem Begriff 'Giara di Gesturi' bekannt. Hierher zu kommen, das ist auf jeden Fall einen Ausflug wert.

Atemberaubende Blicke auf das umgebende Land, Korkeichen in großer Zahl, die mediterrane Macchia (Pflanzenbewuchs vorwiegend mit Sträuchern und anderen flach wachsenden Pflanzen), verschiedene Tier- und Pflanzenarten und vor allem die ungewöhnlichen Wildpferde der Giara erwarten den Besucher dieser ungewöhnlichen Landschaft auf luftiger Höhe. In der Umgebung gibt darüber hinaus auch noch mehr zu entdecken. Langeweile kommt hier ganz bestimmt nicht auf.

Lagekarte-Giara-di-Gesturi-Sardinien

Karte-Giara-di-Gesturi

Die Giara di Gesturi entdecken

Es geht von Gesturi steil den Berg hinauf. Bis auf 550 Meter, von denen aus man weit ins Land blicken kann. Im Frühling – etwa bis Ende Mai – ist diese Umgebung üppig und grün. Hier wird Landwirtschaft betrieben und die Felder erstrecken sich in sanften Wellen, die von den vulkanischen Erhebungen kegelartig durchbrochen werden. Im Sommer, Spätsommer und Herbst herrschen andere Farben vor, Sonne, Trockenheit und die Überreste der Ernte verändern das Landschaftsbild.

Die Basalthochfläche ist oben fast vollständig eben. Deshalb eignet sich das Gebiet auch für Spaziergänger, die es ein bisschen bequemer mögen. Neben den großen Hauptwegen gibt es aber auch noch schmale und verschlungene Pfade – vor allem im Hochebenen-Gebiet der anderen Gemeinden.

Die Wildpferde Sardiniens

Die größte und bekannteste Attraktion der Giara di Gesturi sind die Wildpferde. Die Cavallini della Giara (Equus caballus) stellen eine eigene Rasse dar und sie sind überall auf der Hochebene zu finden. In kleinen Gruppen stehen sie zwischen den Bäumen und auf den Lichtungen. Kein Sorge, sie sind zwar ein wenig scheu und kommen nicht ganz nah heran, aber sie sind dennoch meist in gut sichtbarer Nähe zu beobachten. Die Pferde sind nicht die einzigen Tiere, die hier leben, dennoch sind sie aber die Eindrucksvollsten, denn Wildpferde haben schließlich in Europa kaum noch Raum. Über den Ursprung der verhältnismässig kleinwüchsigen Pferderasse streitet man sich. Sicher ist aber: Im Mittelalter lebten die Pferde auf ganz Sardinien. Sie verschwanden mit verstärkter Besiedlung und landwirtschaftlicher Nutzung dann immer weiter. Die abgeschiedene und abgegrenzte Lage der Hochebene Giara di Gesturi blieb als einziges Refugium der Wildpferde der Giara übrig.

Die Giara-Pferde weisen dabei folgende Merkmale auf: Sie haben mandelförmige Augen, eine lange Mähne, eine relativ gedrungene Statur, die am Widerrest etwa 120 cm umfasst und ein Gesicht zwischen 150 bis 200 kg. Die kleine Hufe der Rasse sind bestens auf den felsigen Untergrund der Giara angepasst und werden etwa 15 bis 20 Jahre alt. Rund 500 der Giara-Pferde leben in konstanter Zahl auf der Hochebene Giara di Gesturi. In der sardischen Sprache heissen sie übrigens Cuaddedus oder Achettas und sie leben in kleinren Rudeln von 4 bis 8 Weibchen und einem Hengst. Der Nachwuchs hier kommt nach 11 Monaten Tragezeit im Frühjahr zur Welt.

Korkeichen und Teiche auf der Hochebene

Auf 43 Quadratkilomentern findet sich zudem eine eindrucksvolle Häufung von Korkeichen. Die gesamte Fläche der Hochebene Giara ist damit bedeckt. Auch die schöne Zistrose, die im Mittelmeerraum zu Hause ist, findet sich hier in großer Zahl. Die Landschaft ist ein wenig eintönig, aber genau diese Eintönigkeit der Giara die Gesturi ist reizvoll. Wer sich aus dem Hauptgebiet entfernt, sollte gegebenenfalls Markierungen hinterlassen, denn hier oben kann man sich leicht verlaufen.

In der Landschaft sind auch Teiche vorzufinden. Der Basalt ist verhältnismäßig wasserundurchlässig und so bilden sich gerade im Winter diese Wasserflächen, die auch als Tränke dienen. Wer die Tiere der Giara di Gesturi beobachten will, ist an einem dieser Tümpel oder Teiche gut aufgehoben, denn sie dienen als Tränke. Das mitgebrachte Picknick und etwas zu Trinken – so lässt sich dort die herrliche Natur der Giara entspannt geniessen.

Umgebung: Was es noch zu entdecken gibt

Die Landschaft rundum ist geprägt von der landwirtschaftlichen Nutzung, vereinzelt erheben sie die Kegel ehemaliger Vulkane. Fast geometrisch stechen einige aus der Landschaft hervor. Die Fruchtbarkeit der Region hat dementsprechend auch eine sehr frühe Besiedlung zur Folge. Der Nuraghenkomplex Su Nuraxi oder Nuraghe di Barumini ist ganz in der Nähe.

Wildpferde-Sardinien

Die Wildpferde Sardiniens lebten einst auf der ganzen Insel. Die große Hochebene mit dem Parco della Giara ist ihr letztes Refugium, in dem die Art erhalten geblieben ist und noch heute wild lebt.

Giara-di-Gesturi-Ziegen

Auf der Hochebene leben nicht nur Wildpferde: Auch Ziegen, Wildschweine, der sardische Fuchs sowie Marder, Wiesel, Igel, Buntspechte, Laubfrösche, Kröten, Eichelhäher und andere sind auf der Hochebene zuhause.

Ausblick-Giara-di-Gesturi

Die Hochebene Giara ragt verhältnismässig steil aus der Landschaft hervor - oben ist es flach. Eine andere Anfahrt als die über die Ortschaft Gesturi ist nicht zu empfehlen. Von oben überblickt man die sanfte Landschaft rundum.

Giara-di-Gesturi-Teiche-Korkeichen

Die Anfahrt zur Giara di Gesturi führt über die Ortschaft Gesturi zu einem großen Parkplatz oben. Von dort aus kann man auf bequemen breiten Wegen die Landschaft mit Korkeichen und Teichen sowie den Pferden der Giara erkunden. Es gibt aber auch Pfade, die über die Hauptwege hinaus durch die Giara führen. Dort erschließt sich eine relativ unberührte Landschaft mit Wäldern.

Giara-di-Gesturi-Pferde

Cavallino della Giara - so heissen die Pferde der Giara. Sie sind von stämmigem Körperbau und bestens auf die Bedinungen vor Ort angepasst. Sie leben in kleinen Gruppen von 5 bis höchstes 9 Tieren in der freien Natur auf der Hochebene.

Die Hochebene Giara.

Im Video lässt sich die Landschaft der Giara gut erkennen. Die steilen Hänge rundum sorgten dafür, dass hier oben die Wildpferde Sardiniens in der schwer zugänglichen flachen Landschaft erhalten geblieben sind. Im Sommer trocknen viele der im Video gut erkennbaren Wasserflächen aus.

Anfahrt und Anreise Giara di Gesturi

Die Anfahrt zur Giara die Gesturi erfolgt über Gesturi. Von dort aus folgt man dann einfach den Schildern. Die Lage der Hochebene in der Mitte der Insel Sardinien macht sie verhältnismäßig gut erreichbar - inbesondere von Cagliari und Oristano aus.

Karte Giara di Gesturi

Die praktische Karte bei Google Maps zeigt das Straßennetz in Giara di Gesturi sowie wichtige Orte der Infrastruktur und auch viele Sehenswürdigkeiten. Google Maps eignet sich ausserdem hervorragend als Routenplaner für unterwegs. Die Anfahrt zur Hochebene Giara di Gesturi erfolgt am Besten über Gesturi, man landet ansonsten auf sehr kleinen und steilen Nebenstraßen, die einem nicht zum Hauptverbreitungsgebiet der Wildpferde bringen.

Shopping auf Sardinien.

Sardinien ist zwar kein Shopping-Paradies, hat aber dennoch einige sehr gute Möglichkeiten. Auf den regionalen Märken kann man lokale Produkte kaufen. In Cagliari wartet ein großes Outlet-Center und der große Markt San Benedetto lädt täglich zum Entdecken der Köstlichkeiten der Insel ein.

Die richtige Reisezeit für Sardinien.

Badesaison auf Sardinien ist von Mai bis Ende Oktober. Auch im April können die Temperaturen schon recht warm werden, das Wasser allerdings ist dann noch verhältnismässig kalt. Dafür eigenen sich die kühleren Monate für Wanderungen, Klettertouren oder das Endecken der Kultur Sardiniens.

Weine, Küche und Spezialitäten Sardiniens.

In der sardischen Küche kommen zahlreiche Einflüsse zusammen: Afrika, Spanien und Italien liegen schliesslich nicht weit entfernt. Im Landesinneren kommt Fleisch auf den Tisch - an der Küste meist Fisch und Krustentiere oder Muscheln. Fantastisch ist auch die Käseauswahl auf der Insel.

Anreise und Unterkunft.

Sardinien lässt sich nur per Flug oder Fähre erreichen. Große Hotelburgen hat die Insel nicht, dafür schöne kleine Unterkünfte. Im Agriturismo ist man zudem ländlich auf Bauernhöfen unter gebracht, die oft auch ein Restaurant dabei haben.


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