Geologie Sardinien

Geologisch betrachtet ist Sardininien - wie in vieler Hinsicht - etwas ganz Besonderes. Für Hobby-Geologen ist die Insel praktisch ein großes Outdoor-Museum.

Loren-Sardinien

Geologie Sardinien

Geologisch betrachtet ist Sardininien - wie in vieler Hinsicht - etwas ganz Besonderes. Für Hobby-Geologen ist die Insel praktisch ein großes Outdoor-Museum.

Loren-Sardinien

Geologie Sardinien

Geologisch betrachtet ist Sardininien - wie in vieler Hinsicht - etwas ganz Besonderes. Für Hobby-Geologen ist die Insel praktisch ein großes Outdoor-Museum.

Loren-Sardinien

Die Geologie der Insel Sardinien lässt nichts zu wünschen übrig. Professionelle Geologen wissen das selbstverständlich. Aber auch Hobby-Geologen oder Gesteins- und Mineraliensammler dürften um die Schätze Sardiniens wissen. Wer einfach nur einen Blick auf die Landschaften werfen will und dabei ein wenig nachvollziehen mag wie diese entstanden sind, wird auf Sardinien ebenfalls zufrieden sein. Sardinien liegt auf einer Mikroplatte und ist nicht mit dem europäischen Kontinent verbunden.

Bergbau: Verlassene Minen.

Verlassene Bergbaudörfer und die industriellen Hinterlassenschaften gehören zu den häufigen Anblicken - insbesondere im Südwesten der Insel Sardinien. Einige kann man auch besichtigen.

Piscinas und Ingurtosu.

Auch Ingurtosu gehört zu den verlassenen Bergbaudörfern Sardiniens. Folgt man der Straße in Richtung Strand, landet man am Strand von Piscinas, an dem die alten Loren von den geologischen Schätzen der Insel erzählen.

Alte Minenschächte.

Die alten Schächte sind lebensgefährlich, man darf zudem keine Mineralien mitnehmen. Vereinzelt sind verlassene Minen auf Sardinien auch schon eingestürzt.

Die Erdgeschichte Sardiniens

Die Erdgeschichte Sardiniens reicht weit zurück. Geologisch gesehen ist die Insel stabil und hat ihre bewegten Zeiten hinter sich. Erdbeben sind etwa im Gegensatz zum Festland Italiens hier nicht zu erwarten.

Einst war Sardinien mit Korsika verbunden und beide Inseln gehörten zum Urkontinent. Die Verschiebungen der Kontinentalplatten, die auch für die Entstehung der Alpen verantwortlich sind, sorgten für eine Abtrennung von Sardinien und Korsika von Europa. Es entstand eine sogenannte Mikroplatte – eine eigenständige Kontinentalplatte. Nicht umsonst wird Sardinien gerne "der kleine Kontinent" genannt. Die waltenden Kräfte während der Abspaltung sorgten auf Sardinien außerdem für Gebirgsbildungen, die dann lange Zeit verschiedenen Abtragungen sowie Hebungen und Senkungen ausgesetzt waren.

Darauf folgten dann Überflutungen, die für Sedimentgesteine wie Kalk und andere gesorgt haben. Die Herkunft vieler Gesteine aus der damaligen Unterwasserwelt ist leicht anhand der Form nachvollziehbar. Nach den Überflutungen kam es dann durch tektonische Aktivitäten wieder zu einer Hebung, die viele Gesteine und Mineralien schuf oder über den Meeresspiegel hob.

Geologie Sardiniens live erleben

Wer sich für Geologie und fantastische Formationen interessiert, ist auf Sardinien genau richtig. Es finden sich Mineralien und Gesteine fast aller Erdzeitalter auf der Insel. Im Westen der Insel, rund um Oristano finden sich vor allem vulkanische Gesteine. Die Basalthochebene "Giara di Gesturi" mit ihren Wildpferden und die Gegend rund um diese Hochebene sind davon stark geprägt. Im Gebiet des Monte Arci finden sich ebenfalls die Spuren vulkanischer Gesteine – vor allem war der dort vorkommende Obsidian wichtig im Rahmen der Geschichte Sardiniens.

Kalkstein kommt auf Sardinien ebenfalls sehr häufig vor. Im Gegensatz zu den vulkanischen Gesteinen, die durch Eruptionen und anschließende Erkaltung entstehen, ist der Kalkstein ein sogenanntes Sedimentgestein. Er entsteht durch Ablagerungen. Der durchlässige Kalkstein lässt auf Sardinien neben den Gebirgen vor allem großartige Höhlen entstehen. Diese Höhlen und Tropfsteinhöhlen finden sich beispielsweise entlang der Küste des Gennargentu/Supramonte an der Westküste Sardiniens, an der Küste bei Alghero und auch im Gebiet des Iglesiente. Die wohl größte und bekannteste Attraktion ist die Grotte Nettuno oder Neptunsgrotte bei Alghero.

Bergbau auf Sardinien

Der Bergbau auf der Insel hat eine lange Tradition auf Sardinien. Schön die frühen Bewohner wie Nuragher oder Römer interessierten sich für die Bodenschätze Sardiniens, aber auch in den folgenden Jahrhunderten bis in die Neuzeit wurden auf Sardinien Mineralien und Gesteine abgebaut. Zu den Vorkommen auf Sardinien zählen unter anderem Amethyst, Baryt, Hämatit, Gold, Silber, Blei und Zink und Weiteres. Insbesondere im Südwesten der Insel lassen sich leer stehende Bergwerke bewundern. Betreten sollte man diese nicht, denn es ist aufgrund der Einsturzgefahr lebensgefährlich. Vereinzelt kann man aber Besichtigungen unternehmen - etwa in Ingurtosu oder im Museums- und Bergwerksdorf Rosas oder im großen Bergbaukomplex der Miniera di Montevecchio. Das Sammeln von Mineralien oder Fossilien auf Sardinien bedarf im Übrigen einer Genehmigung und steht bei Zuwiderhandlung unter Strafe.

Granit im Inselnorden.

Die Nordküste Sardiniens wird von zauberhaften Landschaften mit eindrucksvollen Granitfelsen geprägt. Von den Kräften der Natur wurden sie zu den wundersamsten Gestalten geformt. Deutlich erkennbar sind die einstigen Magmablasen, die das vulkanische Gestein geprägt haben.

Quartzstrand.

Der Strand Is Arutas besteht aus Millionen kleiner Quartze in der Größe von Reiskörnern, die ihm auch den Namen Reiskornstrand eingebracht haben. Er erscheint strahlend weiss. Mitnehmen darf man auch diese kleinen Quartze nicht. Das Naturphänomen steht unter strengem Schutz.

Shopping auf Sardinien.

Sardinien ist zwar kein Shopping-Paradies, hat aber dennoch einige sehr gute Möglichkeiten. Auf den regionalen Märken kann man lokale Produkte kaufen. In Cagliari wartet ein großes Outlet-Center und der große Markt San Benedetto lädt täglich zum Entdecken der Köstlichkeiten der Insel ein.

Die richtige Reisezeit für Sardinien.

Badesaison auf Sardinien ist von Mai bis Ende Oktober. Auch im April können die Temperaturen schon recht warm werden, das Wasser allerdings ist dann noch verhältnismässig kalt. Dafür eigenen sich die kühleren Monate für Wanderungen, Klettertouren oder das Endecken der Kultur Sardiniens.

Weine, Küche und Spezialitäten Sardiniens.

In der sardischen Küche kommen zahlreiche Einflüsse zusammen: Afrika, Spanien und Italien liegen schliesslich nicht weit entfernt. Im Landesinneren kommt Fleisch auf den Tisch - an der Küste meist Fisch und Krustentiere oder Muscheln. Fantastisch ist auch die Käseauswahl auf der Insel.

Anreise und Unterkunft.

Sardinien lässt sich nur per Flug oder Fähre erreichen. Große Hotelburgen hat die Insel nicht, dafür schöne kleine Unterkünfte. Im Agriturismo ist man zudem ländlich auf Bauernhöfen unter gebracht, die oft auch ein Restaurant dabei haben.


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