Sarcatal (Valle del Sarca)

Im Norden des Gardasees verläuft das Sarcatal von Riva del Garda bis zu den Bergen des Naturparks Adamello-Brenta. Im romantischen Tal finden sich zahlreiche Seen und Sehenswürdigkeiten sowie eine fantastische Natur.

Blick-ins-Sarcatal-Fluss-Sarca

Sarcatal (Valle del Sarca)

Im Norden des Gardasees verläuft das Sarcatal von Riva del Garda bis zu den Bergen des Naturparks Adamello-Brenta. Im romantischen Tal finden sich zahlreiche Seen und Sehenswürdigkeiten sowie eine fantastische Natur.

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Sarcatal (Valle del Sarca)

Im Norden des Gardasees verläuft das Sarcatal von Riva del Garda bis zu den Bergen des Naturparks Adamello-Brenta. Im romantischen Tal finden sich zahlreiche Seen und Sehenswürdigkeiten sowie eine fantastische Natur.

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Das Sarcatal und Umgebung

Wo liegt das Sarcatal?

Das Sarcatal zieht sich entlang des Flusses Sarca, in der Provinz Trentino in Norditalien. Das Sarcatal beginnt oder endet über bis zum Ort Sarche in den Gebirgszügen des Adamello-Brenta-Massivs. Das Tal und der Fluss Sarca münden in den Gardasee in Torbole. Direkt neben der Mündung des Flusses Sarca findet sich auch der beliebte Urlaubsort Riva del Garda am Nordende des Gardasees.

Karte Sarcatal

Die Karte des Sarcatales zeigt dessen Lage oberhalb des Gardasees deutlich. Es mündet am Nordufer in der Stadt Riva del Garda und auch Arco liegt direkt im Tal. Durch das Sarcatal gelangt man in die Provinzhauptstadt Trient.

Wie sieht es im Sarcatal aus?

Das Tal ist flach und breit - ohne nennenswerte Steigungen bis auf einige Ausnahmen; es verläuft zwischen steilen Bergen und Felshängen. Zum Radfahren ist das Sarcatal ideal. Radwege und kleinere Nebenstraßen werden von Radfahrern gerne für Ausflüge genutzt. Entlang des Flusses Sarca muss man kein Sportprofi sein, um die Strecke zu schaffen. Einzig wer zum Cavedine-See und zur Marroche di Dro abbiegt, muss mit einiger Steigung rechnen - immerhin aber auf guten Straßen. Auch Kletterer, Wanderer und Surfer finden im Sarcatal allerbeste Bedingungen.

Entlang des Weges

Das Sarcatal wird geprägt vom Fluss Sarca, vom Weinbau, Gärten und kleinen Dörfern sowie Olivenhainen und weiterer Landwirtschaft. Wer hier radelt, wandert oder entspannen will, kann sich auf eine romantische und aufregend schöne Landschaft einstellen, die mit steigender Entfernung zum Gardasee und Riva del Garda sowie Torbole immer ruhiger wird. Häuser aus Feldsteinen ergänzen das Bild im grünen Sarcatal.

Sarcatal-Landschaft

Tipp: Man nehme sich Zeit, um das Sarcatal zu erkunden. Die Kombination aus Olivenanbau, Weinanbau und schroffen Bergen ist einzigartig. Im Sarcatal lassen sich herrliche Flecken finden.

Dro (Drau) und Arco

Arco liegt direkt hinter dem Ort Riva del Garda – nur wenige Kilometer vom Gardasee entfernt. Mit spektakulären Felsformationen und einer liebenswerten Altstadt gehört Arco auf jeden Fall zu den Orten, die man im Sarcatal nicht verpassen sollte. Kletterer finden hier ausserdem mehrere Klettersteige. Zur Seite über Arco.

Das Örtchen Dro (Drau) ist relativ klein. Der zentrale Dorfplatz ist kaum zu übersehen. Klein, aber charmant - so kommt Dro daher und es eignet sich gut für eine Pause in der Bar oder im Restaurant auf dem herrlich italienisch anmutenden Dorfplatz. Nicht verpassen sollte man dagegen die Marocche di Dro, die sich ganz nah am Ort findet. Dro bietet darüber hinaus mehrere Klettersteige und -Routen - für Anfänger der Sentiero Attrezzato Corne de Bes und Sentiero delle Vipere. Weiter Fortgeschrittene sind auf der Via Attrezzata Giulio Segata - Dos d'Abramo gut aufgehoben.

Dro-Dorfplatz

Marocche di Dro

Auf halber Strecke beim Ort Dro (Drau) findet sich die Marocche di Dro. Man muss dafür den Hinweisschildern zum Lago und Valle Cavedine folgen. Es handelt sich bei der Marocche di Dro um eine Landschaft aus Geröll mit Felsbrocken in ganz unterschiedlicher Größe. Von mannshoch und größer bis hin zu feinen Steinen ist in diesem Gebiet alles drin. Entstanden ist das Felsenmeer vor etwa 200.000 Jahren - bei Erdrutschen durch die Rückbildung der Eiszeit-Gletscher. Das riesige Gebiet ist eindrucksvoll: In rund 2 Stunden kann man es durchwandern.

Allerdings: Dabei sollte man unbedingt auf dem augezeichneten Pfad bleiben, denn man verirrt sich hier leicht und der Weg ist nicht ganz einfach. Geröll und Felsen machen das Ganze zu einer anspruchsvollen Wanderung. Von einigen Flecken geniesst man auch wunderbare Blicke ins Tal bis hin zum Ort Arco und den markanten Felsformationen dort. Ein Rundgang lohnt sich - auch Familien mit kleinen Kletterern finden in der Marocche di Dro ein lohnenswertes Ziel.

Marocche-di-Dro-Weite-Felslandschaft

Im Gebiet der Marocche di Dro finden sich übrigens auch Fossilien. Spuren fossiler Dinosaurier belegen, dass hier schon vor 190 Millionen Jahren das Leben ein zuhause hatte.

Marocche-di-Dro

Schloss Castel Drena und Rio Sallagoni Klettersteig

Das Schloss Castel Drena findet sich neben dem Gebiet der Marocche di Dro und ist gut beschildert. Es liegt nicht im Tal, sondern auf 465 Metern Höhe neben dem Sarcatal und ist von weitem schon gut sichtbar. Direkt beim Schloss findet sich auch eine vom Rio Sallgoni ausgewaschene Klamm, dem Via Ferrata Rio Sallagoni Klettersteig, der recht schattig ist und 150 Höhenmeter überwindet.

Cavedine-See (Lago di Cavedine)

Cavedine-See

Der Cavedine-See liegt im Sarcatal nur etwa 20 Kilometer vom stark besuchten Riva del Garda entfernt. Rund 30 Autominuten oder 1 Stunde mit dem Rad und schon ist man man am schönen Lago di Cavedine.

Im Gegensatz zum stark touristischen Gardasee mit Uferpromenaden, zahlreichen Bars, Restaurants und Geschäften kann man hier Ruhe finden. Wenige gastronomische Angebote, eine Bar, eine Surfschule, eine Liegewiese und einige Haltebuchten - mehr findet sich hier nicht. Neben einzelnen Surfern wird der See vor allem von Wasservögeln wie Enten und Blässhühnern bevölkert. Der See ist bis zu 50 Meter tief und mit einer Fläche von etwa einem Quadratkilometer auch nicht gerade sehr klein.

Tipp: Der Cavedine-See gehört unbedingt auf eine Tour durch das Sarcatal und bietet eine wunderbare Alternative zum Massentourismus direkt am Gardasee.

Surfen-Cavedine-See

Toblino-See und Lago di Santa Massenza

Hinter dem wenig spektakulären Ort Sarcha finden sich zwei Seen: Der Toblino-See (Lago di Toblino) und der Lago di Santa Massenza. Am Lago Toblino findet sich im kleinen Schloss Castel Toblino ein Restaurant. Parkplätze hier sind leider eine Rarität; am Lago di Santa Massenza ist es etwas besser mit den Parkmöglichkeiten. Es empfiehlt sich eher, mit dem Auto in Sarche einen Platz zu suchen und dann zum Lago Toblino zu gehen.

Die beiden Seen sind verhältnismässig klein und bieten keine Wassersport-Möglichkeiten. Sie sind aber dennoch hübsch anzusehen und können im Rahmen eines Spaziergangs oder einer Radtour erkundet werden. Auch rund um Sarche finden sich mehrere Klettersteige.

Toblinosee

Viele Möglichkeiten

Im Sarcatal finden sich viele denkbare Aktivitäten: Ausflüge zum nahe gelegenen Gardasee, Klettertouren, Wassersport wie das Surfen, Entspannung, Wandertouren führen in und rund um das ganze Sarcatal.

Wer Trubel und Unterhaltung sucht oder ausgiebig Shoppen gehen will oder mondäne Urlaubsorte mag, ist im Sarcatal nicht gut aufgehoben. Es ist etwas für Naturfreunde und Aktivurlauber, die etwas Abstand zum Gedränge in den bekannten Urlaubsorten am und rund um den Gardasee suchen. Das Sarcatal eignet sich aber auch bestens für einen Tagesausflug vom Gardasee aus.

Sarcatal: Anreise und Unterkunft

Per Flugzeug finden sich die Flughäfen in Mailand, in Verona und in Bergamo in der Nähe. Von dort aus kann es mit dem Mietwagen weiter gehen. Über die Stadt Rovereto ist Arco via öffentliche Verkehrsmittel angebunden. Mit dem Auto gibt es mehrere Möglichkeiten. Vom Brenner-Pass kommend geht es über die A22 (Mautstrecke) bis nach Trient und dann über die SS45 ins Sarcatal (immer ab Trient den Schildern nach Riva del Garda in Trient folgen). Alternativ kann man auch auf der A22 bis Rovereto fahren und bei Mori ebenfalls den Schildern nach Riva del Garda folgen – über die SS240. Arco ist von dort gut beschildert. Westlich geht es über Freiburg und die Schweiz nach Italien; über Mailand, Bergamo und Brescia. Bei Desenzano del Garda führt die SS12 zum nördlichen Gardaseeufer und zum Sarcatal.

Wer fliegen will, kann über den Flughafen Verona oder den Flughafen im relativ nahe gelegenen Mailand anreisen.

Rund um den Lago Cavedine finden sich mehrere Möglichkeiten zum Campen. Große Hotels gibt es im Sarcatal nicht, allenfalls in Arco ist ein erhöhtes touristisches Aufkommen vorzufinden. Ferienwohungen oder eine Unterkunft in einem Agriturismo (umgebaute oder erweiterte Bauernhöfe) sind eine gute Alternative im Sarcatal.


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Für die Reise

Unterkunft: Agriturismo
Campingurlaub: Camping Gardasee
Tipps und Adressen: Camping in Italien
Hinkommen: Flughäfen Italien
Aktiv: Wandern und Radfahren in Italien

In der Nähe

Lieblingsziel: Gardasee
An der Sarca-Mündung: Arco
An der Sarca-Mündung: Riva del Garda
An der Sarca-Mündung: Torbole
In der Nähe: Ledrosee und Ledrotal