Weine Piemont

Weine, Weingüter, Weinbaugebiete und mehr

Wein aus dem Piemont - welche Weine gibt es im Piemont und welche Weingüter sind der Rede wert? Rund um die Weine, die Weinbauregionen und den Weinbau aus der Region Piemont in Italien.

Weinflaschen-und-Trauben

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Wein aus dem Piemont - welche Weine gibt es im Piemont und welche Weingüter sind der Rede wert? Rund um die Weine, die Weinbauregionen und den Weinbau aus der Region Piemont in Italien.

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Wein aus dem Piemont - welche Weine gibt es im Piemont und welche Weingüter sind der Rede wert? Rund um die Weine, die Weinbauregionen und den Weinbau aus der Region Piemont in Italien.

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An hervorragenden Weinen mangelt es im Piemont nicht. In der Region werden Qualitätsweine produziert, das Piemont hat dabei die Nase ganz weit vorne mit vielen Weinen der höchsten Qualitätsstufe. Barolo und Barbaresco sind die Spitzenreiter der Weinregion Piemont - hervorragende Rotweine auf Basis der Nebbiolo-Traube. Auch der Barbera hat eine gute Qualität. Der klassische Begleiter und Tischwein im Piemont ist der Dolcetto, der für einen Rotwein verhältnismässig fruchtig und leicht ist. Der Moscato d'Asti und der Asti Spumante sind Schaumweine und sie gehören ebenfalls zu den Weinen des Piemont. Mit billigem Supermarkt-Sekt sind diese aromatischen und feinperligen Weine nicht zu vergleichen.

Weine und Weinbau im Piemont

Die Abkürzungen im Folgenden sind unklar?
Mehr Infos: Begriffe rund um Italiens Weine.

Anbaugebiete und Anbaufläche Piemont

  • 86 Anbaugebiete
  • Anbaufläche: 48.000 Hektar

Wichtige Rebsorten im Piemont

  • Rebsorten Weiß: Arneis, Cortese, Moscato.
  • Rebsorten Rot: Nebbiolo, Barbera, Dolcetto.

DOCG-Weine Piemont

  • Alta Langa, Asti, Barbaresco, Barbera d’Asti, Barbera del Monferrato superiore, Barolo, Brachetto d’Acqui, Dolcetto di Diano d’Alba, Dolcetto di Dogliani oder kurz Dogliani, Dolcetto di Ovada Superiore oder kurz Ovada, Erbaluce di Caluso, Gattinara, Gavi, Ghemme, Roero, Ruchè di Castagnole Monferrato.

DOC-Weine Piemont

  • Alba, Albugnano, Barbera d’Alba, Barbera del Monferrato, Boca, Bramaterra, Calosso, Canavese, Carema, Cisterna d’Asti, Colli Tortonesi, Collina Torinese, Colline Novaresi, Colline Saluzzesi, Cortese dell’Alto Monferrato, Coste della Sesia, Dolcetto d’Acqui, Dolcetto d’Alba, Dolcetto d’Asti, Dolcetto di Ovada, Fara, Freisa d’Asti, Freisa di Chieri, Gabiano, Grignolino del Monferrato Casalese, Grignolino d’Asti, Langhe, Lessona, Loazzolo, Malvasia di Casorzo d’Asti, Malvasia di Castelnuovo Don Bosco, Monferrato, Nebbiolo d’Alba, Piemonte, Pinerolese, Rubino di Cantavenna, Sizzano, Strevi, Terre Alfieri, Valli Ossolane, Valsusa, Verduno Pelaverga.

IGT-Weine Piemont

  • Keine.

Weinbau im Piemont

Spätestens mit den Römern kam der Weinbau ins Piemont, vermutlich aber eher schon früher. Etwa um 1.200 begann die Geschichte des Barbaresco-Weines, der allerdings der gleiche war wie heute. Im sechszehnten Jahrhundert kamen weitere Anbauflächen hinzu und etwa seit dem achtzehnten Jahrhundert wächst der Barolo im Piemont. Die piemontesischen Winzer setzten bis etwa 196o dann auf die Massenproduktion. Die Qualität rückte mit Barolo und Barbaresco dann in den Vordergrund. Heute werden im großen Piemont zahlreiche Weine mit Presige hergestellt: Barolo, Barbaresco, Gattinara, Ghemme, Nebbiolo d'Alba, Bramaterra, Lessona, Boca, Carema, Arneis, Moscato d'Asti, Fara, Roero und Sizzano aus Nebbiolo-Trauben, Vitigno Barbera und Dolcetto. Aus der Region Piemont kommen sehr viele hochwertige Weine, nur die Toskana kann mithalten.

Das Klima in der Region Piemont zeichnet sich durch starke Schwankungen bei den Temperaturen aus - sowohl im Verlauf der Jahreszeiten als auch zwischen Tag und Nacht. Diese Schwankungen schaffen Weine mit viel Charakter und Finesse und verleihen den Trauben Geschmack. Darüber hinaus werden im Piemont auch Rebsorten angebaut, die in anderen Teilen Italiens keine Rolle spielen - so entstehen noch mehr Weine mit eigenem Charakter. Die gesamte Region Piemont besteht aus Weinbaugebieten in den Ausläufern und warmen Tälern der Berge und vor allem in hügeligen Landschaften und Weinbaugebieten. Die größten Weine der Region Piemont und auch große Weine Italiens entstehen in den Weinbaugebieten Monferrato, Langhe und Roero - es gibt aber noch weitere Weinbaugebiete im Piemont.

Auf der Suche nach einem guten Wein hilft oft auch der Name des Winzers oder Produzenten. Top-Winzer aus der Region Piemont sind beispielsweise Gaja, Elio Altare, Roberto Voerzio mit der Azienda Agricola Voerzio, Poderi Aldo Conterno, Ceretto, Luciano Sandrone, Bartolo Mascarello, Pio Cesare. Aber auch Cordero di Montezemolo Monfalletto, Rocche dei Manzoni die Valtenino, La Sclalca, Malgrà, Bricco dei Guazzi, Contratto, Marchesi di Barolo, Marco Porello und weitere können sich und ihre Erzeugnisse sehen lassen.

Weinbaugebiete und Weine im Piemont

Ganz vorne stehen die Barolo- und Barbaresco-Weine. Aber auch Grignolino, Dolcetto, oder Freisa können hervorragende Weine hervor bringen. Dabei handelt es sich ausnahmslos um Rotweine. Die Weißweine stehen in Sachen Qualität nicht so weit oben auf der Prioritätenliste, aber auch beim äußerst bekannten Asti Spumante gibt es positive Beispiele. Der Dessertwein Moscato d’Asti, der Arneis oder der Gavi sind ausgezeichnet. Bei den Rotweinen dagegen gibt es spektakuläre Weine, die jeden Rotweinkenner in Verzücken versetzen können. Preislich liegen die Weine aus dem Piemont keineswegs niedrig, denn die Qualität steht hier stark im Vordergrund - billige Alltagsweine werden eher selten produziert. Insgesamt entällt auf die Rotweine der Region etwa 90 % der gesamten Weinproduktion, Weißweine dagegen machen nur einen sehr geringen Anteil aus.

  • Monferrato Astigiano und Alto Monferrato: Das Weinbaugebiet Monferrato liegt rund um die Stadt Asti im Piemont. Hergestellt werden hier Monferrato Rosso und der Monferrato Bianco - beides sind Verschnittweine mit unterschiedlichen Reben. Der Monferrato Chiaretto ist ein Roséwein, der in weiten Teilen aus Barbera-Reben bestehen muss. Der Monferrato Dolcetto und der Monferrato Freisa sind dagegen Weine, die zu 85 % aus den Reben Dolcetto oder Freisa bestehen müssen. Der Monferrato Casalese ist ein weitere Weißwein aus dem Piemont, für den ganz überwiegend die Rebsorte Cortese verwendet wird. Der Dolcetto von hier ist ein relativ preiswerter Rotwein, ein Alltagswein, der im Piemont weit verbreitet ist und auch in der Küche gerne Verwendung findet. Das Weinbaugebiet ist zudem eine Reise wert, die historische Stadt Ovada und andere Orte - vor allem alte Schlösser - sind sehr sehenswert. Den Dolcetto kann man gut als Begleiter zur unterschiedlichen Speisen einkaufen. Es ist zwar kein Spitzenwein, aber er hat eine gute Qualität zu fairem Preis. Wer auf der Suche nach etwas ganz Besonderen ist, kann den Rotwein Monferrato Freisa probieren: Die Rebe ist selten, der Wein präsentiert sich mit einem fruchtigen Geschmack nach Himbeeren und Veilchen. Der Monferrato Rosso mag ein Verschnittwein sein, dafür bringt er aber teilweise mit edlen Reben wie Cabernet Sauvignon und Merlot herovrragende Ergebnisse, die im Holzfass oder Barrique noch weiter veredelt werden. Die Vielfalt der angebauten Trauben im Monferrato schafft auch eine entsprechende Vielfalt beim Monferrato Rosso, den es nicht als 'den' Monferrato Rosso gibt. Vielmehr handelt es sich um individuelle Kreationen von teils sehr hoher Qualität.
  • Roero: Auch der Roero ist ein Weinbaugebiet von Weltrang. Es ligt südlich von Turin in der Provinz Cuneo. Biella, Vercelli und Novara sind bekannte Orte in dieser Region. Hier wird der Roero produziert, ein Rotwein aus dem Piemont. Mit dazu gehören die Gemeinden Castellinaldo, Canale, Corneliano d’Alba, Piobesi d’Alba, Vezza d’Alba sowie teilweise die Gemeinden Baldissero d’Alba, Castagnito, Guarene, Govone, Magliano Alfieri, Montà, Monteu Roero, Pocapaglia, Priocca, Santa Vittoria d’Alba, Santo Stefano Roero und Sommariva Perno. Für die Herstellung des Roero werden hauptsächlich Nebbiolo-Reben verwendet. Es gelten erhöhte Qualitätskriterien: Mindestens 20 Monate muss der Roero riefen - davon 6 Monate im Holzfass - bis er in den Handel darf. Den Zusatz 'Riserva' darf er erst nach 32 Monaten tragen. Der Roero zeichnet sich dadurch aus, dass das Anbaugebiet einen etwas leichteren Nebbiolo-Wein hervor bringt als etwa der Barolo. Zum Rotwein Roero gesellt sich noch der Roero Arneis, ein Weißwein aus dem Piemont. Die Rebsorte Arneis ist Namensgeberin, sie ist eher selten im italienischen Weinbau vorzufinden. Der Roero Arneis ist dabei frisch und fruchtig, mit Eleganz und Feinheit. Ein Duft nach Mandeln oder das Aroma gelber Früchte oder Kräuter- und Blütenaromen sind diesem hervorragenden Weißwein eigen. Meist weist noch eine etwas höhere Qualität auf, als der Langhe Arneis. Er wird auch als Spumante (Schaumwein) produziert. Der Roero Arneis passt hervorragend zu leichteren Gerichten oder auch zu Pilzen, Trüfflen oder Nüssen und Kastanien.
  • Langhe: Das Weinbaugebiet Langhe liegt im Südwesten des Piemont und wird im Westen durch den Fluss Tanaro begrenzt, im Süden durch die ligurischen Alpen, im Nordosten liegt das Weinbaugebiet Monferrato und bildet die Grenze. Das Weinbaugebiet liegt in den Provinzen Cuneo und Asti. Die Hügellandschaft der Weinbauregion Langhe nimmt in Richtung Süden an Höhe zu. Bekannteste Stadt der Region ist Alba, die auch als Trüffelhautpstadt Italiens bekannt ist. Insbesondere im nördlichen Teil der Region Langhe (Bassa Langa) werden auf sanften Hügel die berühmten Weine Barolo, Barbera und Barbaresco produziert. Der Barolo besteht aus der Nebbiolo-Traube und wird auch als König der Rotweine Italiens bezeichnet. Ein hoher Alkoholgehalt, komplexer Geschmack, hohe Lagerfähigkeit, wuchtig und intensiv mit ganz unterschiedlichen Geschmacksausprägungen - so zeigt sich der Barolo. Es gelten hohe Qualitätsstandards: Die Reifezeit muss mindestens 38 Monate betrachen, für den Barolo Riserva gar 62 Monate inklusive 18 Monaten im Holzfass. Das ist ausserordentlich lange und begründet dann auch die teils recht hohen Preise für die Spitzenweine des Piemont. Der Rotwein Langhe Barbera enhält mindestens 85 % der Rebsorte Barbera. Das gleiche gilt für den Weißwein Langhe Arneis. In Barbaresco - einer kleinen Gemeinde in der Provinz Cuneo - werden ebenfalls Nebbiolo-Trauben verarbeitet un dder Barbaresco wird häufig als kleiner Bruder des Barolo bezeichnet. Auch für den Barbaresco gelten verhältnismässig strenge Vorschriften und lange Lagerzeiten, wenn auch nicht ganz so streng wie für den Barolo.
  • Alto Piemonte: Zu diesem Wein und Weinbaugebiet gehören die Colli Vercellesi (Hügel rund um Vercelli), Novaresi und Biellesi, die Colline di Lessona (Lessona-Hügel) und das Tal Val d'Ossola. Die Weine dieses Weinbaugebietes und auch das Anbaugebiet selbst sind weitestgehend unbekannt. Das liegt schon alleine daran, dass die kleinen Produktionsmengen es nicht über die Grenzen schaffen. Aber: Die Weine hier sind etwas leichter als ihre berühmten Mitstreiter im Piemont, aber dennoch komplex und wirklich vorzüglich. Vor Ort lohnt sich eine Tour, eine Verkostung oder ein Einkauf.
  • Alta Langa: Alta Langa - das steht für Schaumwein (Spumante) aus den Rebsorten Pinot Nero oder Charonnay. Diese Weine sind selten im Ausland verfügbar, die gesamte Rebläche ist sehr klein. Der Schaumwein wird in der Flasche gegärt, ein traditionelles Verfahre, das in der Regel mit einer qualitativ sehr hochwertigen Produktion einher geht. Das Weinbaugebiet Alta Langa umfasst gleich drei Provinzen: Alessandria, Asti und Cuneo mit zahlreichen Gemeinden.
  • Asti: Asti ist als Schaumwein (Spumante) bekannt. Der Asti Spumante Metodo Classico ist ein Schaumwein, der mit klassischer Flaschengärung erzeugt wird. Von Bedeutung ist hier auch der Süßwein Moscato d'Asti, der aus der Moscato-Rebe gewonnen wird. Das Weinbaugebiet Asti umfasst zahlreiche Gemeinden in den Provinzen Alessandria und Cuneo - beispielsweise Aqui Terme, Bistagno, Cassine, Strevi, Bubbio, Calamandrana und viele weitere.
  • Brachetto d'Acqui: Beim Brachetto d'Aqui handelt es sich um einen lieblichen Rotwein, eine Seltenheit im Angebot italienischer Weine. Er wird auch als Spumante (Schaumwein) oder als Dessertwein/Likörwein (Passito) ausgebaut. Die Rebsorte heisst Brachetto und sie wird nur im südlichen Piemont angebaut. Es handelt sich also bei diesen Weinen um eine piemontesische Besonderheit. Dieses Weinbaugebiet liegt in den Provinzen Alessandria und Asti. Dazu gehören die Gemeinden Vesime, Cessole, Loazzolo, Bubbio, Monastero Bormida, Rocchetta Palafea, Montabone, Fontanile, Mombaruzzo, Maranzana, Quaranti, Castel Boglione, Castel Rocchero, Sessame, Castelletto Molina, Calamandrana, Cassinasco, teilweise Nizza Monferrato, Acqui Terme, Terzo, Bistagno, Alice Bel Colle, Strevi, Ricaldone und Cassine sowie Visone.
  • Saluzzese und Torinese: Dieses Weinbaugebiet erstreckt sich über das Vorgebirge der Alpen und Teilweise über Berge der Markgrafschaft Saluzzo sowie die Alpentäler von Turin. Im internationalen Kontext hat dieses Weinbaugebiet kaum Bedeutung.


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Für die Reise

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Gut zu Wissen

Die Region: Piemont
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Reisezeit: Klima Piemont